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Düstere Zeiten sind angebrochen in Ehb, dem einst so friedlichen Reich von König Konreid. Die Krugs, ein Heer grausamer und animalischer Krieger, brandschatzen und morden auf Befehl des bösen Zauberers Gallian, der das Land unterjochen will. Bei einem ihrer brutalen Überfälle töten sie auch den Sohn des einfachen Rübenbauern genannt Farmer und entführen seine wunderschöne Frau Solana. Farmer, außer sich vor Wut und Schmerz, schwört Rache! Er will nicht ruhen, bis er seine Frau gefunden und den Tod seines Sohnes gesühnt hat. Mit seinem Freund Norrick und der Unterstützung des Großmagiers Merick der als Einziger Farmers Bestimmung kennt, beginnt er seine lebensgefährliche Odyssee.

Ist schon irgendwie lustig, das Uwe Boll ständig Lizenzen von bekannten Computerspielen aufkauft, um dann darauf basierend Filme zu machen, die wiederum mit dem Game nur noch rudimentär zu tun haben (s. auch Far Cry oder Alone in the Dark). Immerhin hat er sowohl ein ordentliches Budget und auch einen ganzen Batzen bekannter Namen zur Verfügung und siehe da, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.
Wie so ziemlich jeder Fantasy Film nach dem Jahre 2000 kann man auch hier die zahlreichen Anlehnungen an einer Trilogie eines gewissen Peter Jackson abzählen. Es gibt die klassische Quest mit der Suche nach der entführten Frau, es gibt einige Gefährten nebst einem Legolas Lookalik, dazu gute Magier und böse Magier, entfernte Cousins der Oks hier genannt Krugs, der Waldläufer äh Farner der ein verschollener Königssohn ist, ausufernde Schlachten und und und. Logisch das Boll diesen Klassiker nicht annähernd erreicht, aber für einen entspannten Fernsehnachmittag taugt das Ergebnis allemal.
Mängel gibt es allerdings in der Erzählstruktur. Über die Hintergründe erfährt man herzlich wenig. Wer sind die Krugs, was passierte mit dem schleimigen Königsmörder Fallow, wieso tut sich Gallian mit ihm zusammen, was geschieht sonst im Lande Ehb, das alles wird wenig bis gar nicht beleuchtet. Der Zuschauer wird ins Aktuelle geschmissen ohne irgendeine erklärende Mythologie dahinter.
Der Rest ist allerdings soldie Fantasy Ware. Gute Kostüme und stimmungsvolle Kamerafahrten über schöne Landschaft, alles mittlerweile etabliert im Genre, werden geboten. Es gibt einen knurrigen Helden zum mitfiebern, jede Menge gesichtsloser Feinde zum schnetzeln und eben das klassische Gut gegen Böse Prinzip, was man ja kaum verhunzen kann. Man kann über Boll denken was man mag, aber so schlecht wie viele immer jammern, ist der gar nicht.
6/10

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