Review

"Doomwatch" ist ein kleines britisches Filmchen, daß ein wenig auf Horror macht, obwohl hier nichts Übernatürliches zugange ist.
Letztendlich handelt es sich mehr um einen TV-tauglichen Öko-Thriller, der manchmal ein paar stimmungsvolle Bilder zu liefern hat, die mehr Spannung erzeugen, als später erzählerisch eingelöst werden kann.

Zwischendurch gerät man immer wieder zurück zur Organisation "Doomwatch", die sich Umweltverschmutzungen widmet und diesen Fall langsam aber sicher aufklärt. Das läuft dann neben der Handlung auf der abgeschiedenen Insel auch recht flüssig mit allen Ermittlungen ab, da gibt es kaum Hindernisse, die der Aufklärung im Wege stehen.

Interessant wird's eher bei den Szenen auf der Lovecraftschen Insel, wo sich die knochenmutierenden Mutanten ein Stelldichein geben. Allerdings herrscht hier auch Sparsamkeit vor. Manchmal wird ein wenig spannend, wenn Ian Bannen sichtlich verfolgt wird oder ein mißmutig mutiertes Gesicht durch die Gegend schaut, aber Horror will hier nicht aufkommen. Lustig nur, daß die Inseljungs und Mädels die Schuld ihrem eigenen Inzest geben wollen, aber nicht dem widernatürlichen Hormon in den Fischen. Und warum sich niemand dagegen behandeln will (zumindest bis zu den letzten drei Minuten) ist auch nicht so ganz klar). Sicher ist jedenfalls, daß Bannens Shaw selten verbindlich reagiert und auch kein großes Redetalent besitzt, kaum brauchbar für einen Wissenschaftler, der eine Horde Einsiedler überreden will.

Der Mutantenstadl löst sich am Ende auch noch gewaltfrei auf, was schade ist. Bliebe noch die Szene zu klären, in der ein Taucher Fotos von den Hormonfässern auf dem Meeresgrund macht und kurz darauf sich eine Tonne schlagartig von innen ausbeult, als hätte etwas darin dagegengeschlagen. Freut euch nicht zu früh, da kommt nichts mehr.
Trotzdem nicht dumm gemacht und mit kleinem Budget ein akzeptabler Film, wenn auch sehr ruhig. (4/10)

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