Review

Shinya Tsukamotos

„Nightmare Detective“

ist eine Enttäuschung! Eine Story, die an eine ziemlich missratene „Akte X“ oder „ Outer Limits“ Folge erinnert und zudem unter einen absolut faden Inszenierung leidet. Hier merkt man das Fließbandarbeit betrieben und ein fehlgeschlagener Versuch unternommen wurde ein hohes Anspruchsniveau zu generieren. Der tiefergehende Sinn von wegen suizidale Sozietät gepaart mit dementsprechend selbstverständlichen Kindheitstraumata, kann einem Film nur dann etwas positives einbringen, wenn man sich jenem Sujet mit der gehörigen Portion Seriosität nähert und nicht so nen billigen Pseudopsychohorrormist fabriziert.

Die Story,
lässt scheinbar keine wünsche von Mysteriesoapguckern offen!
Die scharfe Polizistin Keiko ist neu im aktiven Polizeibusiness angekommen und wird direkt mit einer durchaus blutigen Tat konfrontiert- Einem Suizid, der jedoch keiner ist. Bald wird das auch dem engstirnigen Oberkommissar klar und so wird dann anderweitig ermittelt. Bei den Ermittlungen, welche bei Keiko besser laufen als bei ihrem Vorgesetzten, wird klar, dass jemand hinter den ,mittlerweile schon zwei, Suiziden steckt. Bei den Opfern wurde die gleiche Nummer angerufen, bevor sie vermeintliches Harakiri begangen haben. Der Fall ist somit klar...mit wem haben die Opfer telefoniert bevor sie starben? Antwort auf diese doch sehr schwierige Frage soll ein (Alb)Traum Detektiv geben, der sich in die Träume anderer hineinversetzen kann...

Uuuh, da wird mir ja schon ganz Unwohl in der Magengrube, nein, nicht wegen der zum Kotzen langweiligen Story mit Pseudotiefgang, sondern von den richtig guten Splatter-FX, die zumindest einen ehrlichen Indikator für das Hauptanliegen dieses Films darstellen: Blutige Unterhaltung halt.
Das hier und da mal ein paar „ anspruchsvolle“ Momente zu Tage treten sollen, kann ich nicht verstehen. Dafür sind radikale Logiklöcher in „Nightmare Detektive“ vorhanden (Da telephoniert die Polizistin Keiko stundenlang mit unserem Psychokiller und dann wird der Anruf nicht zurückverfolgt). Außerdem merkt man zu Hauf anleihen bei der grandiosen „Nightmare on Elm Street“ Reihe- Der einzig Wahre Dreamslasher bleibt der gute alte Freddy Krüger!


Fazit:
„Nightmare Detective“ ist eine fade Unterhaltung für zwischendurch, weil einige Längen vorhanden sind. Natürlich kann man Tiefsinnigkeiten in Hülle und Fülle in die filmische Fantasykost aus Fernost deuten, doch das erscheint mir persönlich als absolute Hirnkapazitäten- und Zeitverschwendung!!!

4 Punkte

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