Wrong Turn 2:
Willkommen in der schlechtesten Realityshow seit Halloween: Resurrection. Wenigstens spielt diesmal kein abdankender Rapper den Showmaster.
In einem scheinbar verlassenen Waldstück, in dem überall Kameras installiert sind, treten die unterschiedlichsten Charaktere (u.a. eine Soldatin, ein ehemaliger Footballspieler und eine Nymphomanin) in einer schlecht inszenierten Realityshow, in lächerlichen Spielen, von denen eigentlich nur eins gezeigt wird, gegeneinander an.
Die Idee einer Realityshow im Horrorfilmformat ist zwar nicht neu, allerdings muss eine Gruppe junger Leute ja irgendwie dazu gebracht werden, freiwillig, in einem dichten dunklen Wald herumzuirren. In diesem Fall wurde es zumindest nicht durch ein Zeltlager, ein verlassenes Camp oder eine Kopie des ersten Teils getan, welches man dem Film zugute halten muss.
Auf die Handlung kommt es bei Wrong Turn 2 zum Glück nicht an, da wieder eine Familie von verseuchten inzuchtgeschädigten Kannibalen im Wald ihr Unwesen treibt und ordentlich auf den Putz haut.
Gleich zu Beginn des Films wird deutlich, dass man sich auf einige agressive und vor allem hungrige Ungeheuer, aus den Tiefen des Waldes, freuen kann. Die Reality Show an sich nimmt glücklicherweise nur einen relativ kleinen Teil des Films ein, bevor die ersten Kandidaten Bekanntschaft mit den blutrünstigen Hinterwäldlern machen
Im weiteren Verlauf kommt es, erfahrungsgemäß, zu dem bekannten Katz und Maus Spiel zwischen Kannibalen und Showkandidaten, ein Nachwuchsrambo nimmt den Kampf gegen die entstellten Missgeburten auf und man bekommt kleine Einblicke in deren Familienleben.
Dieser Streifen bietet Mord-, Verstümmelungs- und Ausweidungsszenen vom Feinsten, ohne aufkommende Langeweile, da die Kannibalen äußerst häufig am Geschehen mitmischen.
Insgesammt ein echt unterhaltsamer Horrorfilm und mal wieder eine gelungene Fortsetzung, obwohl die Geschichte, bis auf die Kannibalenfamilie, nichts mit dem ersten Teil zu tun hat.
7 Punkte!!