Ein Kampf der Kulturen tobt im Mutterland der Demokratie. Lesbische Soldatinnen, liebeshungrige Muttersöhnchen, entschlossene Veganer, heldenhafte Football-Spieler und natürlich Reality-TV auf der einen Seite; hart arbeitende, traditionsbewusst-christliche Mutanten mit Liebe zur Familie und Hang zum Kannibalismus auf der anderen. Doch das ist nicht die einzige unterschwellige Botschaft, die Joe Lynch in WRONG TURN 2 zu bieten hat. Denn der Grund, warum Bush das american heart land so sicher in der Hand hat, ist natürlich die Umweltverschmutzung. Schlecht entsorgte chemische Abfälle haben aus West Virginia einen weiteren Bundesstaat fest in republikanischer Hand gemacht.
Ausgerechnet in dieser waldreichen Einöde will irgendein Trottel "Ultimate Survival Apocalypse" drehen, quasi "Holt mich hier raus, ich bin Scheiße" mit einem Schuß Weltuntergang. Doch schnell wird klar, dass das Ganze weitaus interessanter ist, wenn man auch die Einheimischen mitspielen lässt.
Viel zu sagen, hab ich hier eigentlich nicht. Schlechte Schauspieler (einzig Henry Rollins ist als Rambo/Dutch bestenfalls Durchschnitt), keine Atmosphäre, nur gelegentlich etwas Spannung und ein Hauch von Sleaze. Dafür allerdings recht viel Gore. Und der kommt ohne Vorwarnung oder langes Zaudern und verhindert so das Wachkoma vor dem Bildschirm. Für den Gorehound wohl sehenswert; alle anderen können diesen Film problemlos auslassen.