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Wrong Turn 2: Dead End

Sechs junge Leute nehmen an einer Reality-TV-Show „The Ultimate Survivalast“ teil, deren Schauplatz abgelegene Wälder West Virginias sind. Dort sollen die Kandidaten fiktiv um ihr Überleben kämpfen, gefilmt von extra installierten Filmkameras und überwacht von Bewegungsmeldern. Geleitet wird die Show von dem militärischen Dale Murphy (Henry Rollins). Fernab von Zivilisation soll dieses Event seinen Reiz an Survivalatmosphäre versprühen. Das dann auch die richtigen Hinterwäldler auftauchen und sich über ein so abwechslungsreiches Dinner freuen ist natürlich klar. Die Show kann beginnen.


Die Hillbillys sind los. Und zwar gewalt(ä)tig und, sämtlichen Klischees entsprechend, wild grunzend, hungrig und einfach Dumm. Gefangene werden nicht gemacht, lieber kehrt man das Innere der Opfer nach außen. Eine wirklich unnötige Fortsetzung die einen einzigen Lichtblick parat hält – Henry Rollins! Obwohl es schon fragwürdig ist wie Henry Rollins in diese Scheiße geraten ist!? Er ist der einzige dem man seinen Part wenigstens ansatzweise abkaufen möchte, zumal sein overacting am ehesten zu seinen Charakter passt. Als militärisch gedrillter Soldat überwacht er eigentlich die Kandidaten und sorgt dafür dass die Kriterien erfüllt werden. Was er gerade zu Beginn, für die Aufzeichnung der Show, nicht ahnt, überrascht ihn umso heftiger. Sie Alle, vom Produzenten bis zum Kameramann, sind früher oder später Opfer. Da hilft nur Taktik und pure Muskelkraft.

Die relativ günstige, 5 Millionen US-Dollar teure, Produktion wurde direkt als DTV Verwertung konzipiert und kann alle Stilmittel eines No-Brainers auffahren. Schlechte Darsteller, sinnlose Gewalt, wirklich viel Kunstblut, kein Drehbuch und wirklich, wirklich viel Kunstblut. Während die deutsche Version um stattliche 3 Minuten gekürzt wurde, dürfen Besitzer der US-DVD das ganze Schlachtfest begutachten. Schon der Einstig legt fest was in den folgenden Minuten zu sehen sein wird. Einer dicktittigen Blondine, wird erst der Unterkiefer freigelegt, nur um anschließend in der Senkrechten zweigeteilt zu werden. Positiv hierbei ist die Umsetzung, da die Effekte recht ansehnlich gestaltet wurden. Die Messlatte liegt also von Beginn an sehr hoch und was das explizite zur Schau stellen von Gewalt mit Hang zum Ekel angeht, wird dieser Härtegrad über die gesamte Spielzeit des Filmes beibehalten.

Für Splatterfans wohl eine Bereicherung bleibt der Film aber allenfalls Stangenwahre, deren Daseinsberechtigung einzig der finanzielle Profit der Macher sein kann, Fragwürdig bleibt der Spass ohnehin, doch müssen auch mal die niederen Instinkte stimuliert werden. War der erste Teil noch klassisch OLD SCHOOL und wenigstens über kleine Strecken spannend, muss die Fortsetzung arg Federn lassen. Man ist sich von Beginn an sicher das Jeder in diesem Film sterben wird, und sollte wieder Erwarten einer überleben, der nächste Teil wird kommen.


4 von 10, aber sehen muss man den Streifen nicht zwangsläufig!

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