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In den Wäldern West Virginias soll eine Reality-Survival-Show aufgezeichnet werden. Wie wörtlich man diese Bezeichnung nehmen kann, stellen die sechs Kandidaten bereits nach kurzer Zeit fest. Denn entstellte Hinterwäldler (u.a. "Jason Voorhees" Ken Kirzinger) mit Lust auf Menschenfleisch blasen zur blutigen Jagd ...

Lief "Wrong Turn" noch im Kino, musste sich die Fortsetzung mit einer Auswertung auf DVD begnügen. Zu recht, denn hier ist alles (naja, sagen wir mal fast alles ;-) ) eine Spur schmaler angelegt. Kaum bekannte Gesichter machen auf unsympatisches Kanonenfutter für die noch unsymatischeren Mutanten, von denen es derer viele zu geben scheint in West Virginia.

Während die Story zu Beginn mit den üblichen langweiligen Dialogen und Charakteren nervt, gewinnt der Horror nach dreißig Minuten ordentlich an Fahrt.
Trotzdem hält sich der Terror vergleichsweise in Grenzen - was man vom Blutgehalt nicht behaupten kann. "Wrong Turn 2" unterhält mit drastischen Splattereinlagen, die sich gewaschen haben. Getreu dem Motto: Wenn schon nicht originell, dann wenigstens blutig! Leider ist genau das die größte Schwäche. Die inflationär eingesetzten Effekte dämpfen die Spannung. Die schauerliche Atmosphäre des Vorgängers wird somit nur selten erreicht.

Handwerklich sauber inszeniert, zitiert der Streifen über seine gesamte Laufzeit munter die Genreklassiker; eine lecker Dinnerszene der Marke "Texas Chainsaw Masscare" inklusive.
Dass es hier nicht zum Highlight gereicht hat, liegt einfach an den uninteressanten Protagonisten, zu wenig Spannung und zu viel Blut. Ungeachtet des aufregenden Originals, ist "Wrong Turn 2" eine kurzweilige, solide Splatteraction geworden, die schon allein deshalb in keiner guten Horrorsammlung fehlen sollte. Knappe 7/10 Punkten.

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