Review

Nach Wrong Turn 1,3 und 4 hatte ich an Weihnachten endlich mal Zeit für vergessene Filme nachzuholen. Aber selbst mit der Unrated-Fassung von "Wrong Turn 2" tat ich mir damit keinen Gefallen - mit einer Glühweinorgie hätte es vielleicht funktioniert.

"The Ultimate Survival" heißt die neue Reality-Show in Amerika die unter Aufsicht von Ex-Militär Dale Murphy (Henry Rollins) durchgeführt wird. Sechs Kandidaten sollen in den Tiefen Wäldern von West Virginia  ums fiktive Überleben kämpfen. Dem Gewinner winken 100.000 Dollar. Doch bevor die Show beginnt, haben die kannibalischen Rednecks schon ihr erstes Opfer. Da es sich um die Schauspielerin Kimberly (Kimberly Caldwell) handelt, die eh unter Neurosen leidet (bla), beginnt man die Show mit einem Ersatz. Für die Inzucht-Familie ein Grund zum Feiern - denn damit haben sie eine Mahlzeit mehr auf ihrer Speisekarte.



Oh man, auch wenn der Anfang noch so lustig beginnt (was aber nur die Zuschauer der UNCUT-Fassung zu sehen bekommen), merkt man direkt an dem unglaublich schlechten Bild, dass dieser Film mit qualitativ billigen Kameras gedreht wurde. Zehn Minuten später wird man (ohne Glühweinrausch) feststellen, dass die Schauspieler vom gleichen Schlag abstammen und peinliche Klischee-Charaktere spielen, die sich mit Dummbeutel-Dialogen rumschlagen müssen.
So watschelt man also durch den Wald, und der Survival-Trip, der mich fast zum Einschlafen gebracht hat, wird nur etwas aufgefrischt durch brutale Ermordungen der Teilnehmer oder etwas Sex (von beiden Lagern - igitt). Ansonsten bleibt der ganze Plot dermaßen auf der Strecke liegen, dass das Zuschauen zur reinen Qual wird. Auch das Mitwirken von Henry Rollins kann diesen Film nicht ansatzweise retten (wobei ich mich eh frag, was der außer dem Lied "Liar" mit seiner "Rollings Band" gerissen hat), obwohl gerade dieser im Schlussdrittel wenigstens den Aushilfsrambo spielen darf. Ja, das Schlussdrittel ist der Teil des Films, der "Wrong Turn 2" vor dem Abgrund rettet. Hier kann man mal von etwas Atmosphäre und Spannung reden - vom Wort "Mitfiebern" halte ich lieber etwas Abstand.  

Dennoch: Außer einigermaßen gut in Szene gesetzte Splattereffekte und eher unfreiwilligen Humor hat der Film absolut nichts zu bieten. "Wrong Turn 2" kann man einmal mit einem Sixpack bewaffnet anschauen und dann wieder vergessen.

3/10




 

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