Gerade wenn ein Horrorfilm einiger Maßen erfolgreich an den Kinokassen gewesen ist, so ist es beinahe schon ein ungeschriebenes Gesetz eine Fortsetzung zu schreiben. Auch wenn der erste Teil ein offenes Ende hatte, so hätte man eigentlich nicht mit einer Fortsetzung gerechnet.
Leider bringt dieser 2. Teil in der Filmgeschichte manches Mal den guten Stellenwert der Reihe in Verruf. So bringt „Dead End“ bedauernswerter Weise nicht nur aus dem Grund das es eine Fortsetzung ist nichts neues, es ähnelt auch gleich einer anderen Idee des Horrorgenres. Schließlich war „Halloween: Resurrection“ ebenfalls auf eine Reality – TV Show angesetzt.
Zu Beginn kann der Streifen aber wirklich punkten, denn der erste Mord ist schon ziemlich eklig geraten und schockt sogar. Dennoch ist fragwürdig, weshalb Kimberly nicht schon gleich gesehen hat, dass dieser deformierte Typ ihr eine Falle gestellt hat. Dies stellt man sich jedoch nur als Zuschauer, da man ohnehin am Bildschirm ständig mitfiebert.
Was die Freaks mit ihrem Opfer anstellen wird auch in der Kamera gezeigt und Kimberlys Unterkiefer ist um einige Hautfetzen leichter. Darauf folgt allerdings gleich der Tiefpunkt mit der Reality Show und wir bekommen unsere Akteuere in ziemlich billigen Einstellungen vorgestellt.
Des Weiteren wird den Andersartigen ein wenig der Reiz genommen, da man sie viel zu oft zu Gesicht bekommt, wobei man sich natürlich diesmal auch die Mühe gegeben hat, sie besonders abscheulich zu gestalten.
Auch dieses Mal teilen die Opfer aus, wobei gerade einem Kriegsveteranen gelingt ein paar der Freaks aufzuhalten. Leider sind die Protagonisten manches Mal aber auch wieder zu dämlich, denn entweder machen sie mit Schreien lautstark auf sich aufmerksam oder betteln um Freiheit ihrer Gefangenschaft, wobei man doch ohnehin wissen sollte, dass diese „Menschen“ nicht auf ihre Nahrung verzichten wollen.
Gut ist jedenfalls, dass ein Charakter des ersten Teils auch hier wieder zu sehen ist und wir etwas über seine und die Geschichte der anderen Waldbewohner erfahren. Ansonsten werden leider auch zu viele Überraschungseffekte des ersten Teils wieder verwertet, die somit nicht zünden können.
Das typische Phänomen, dass der 2. Teil einfach nur Schrott ist bleibt hier glücklicher Weise aus, ein Meisterwerk ist dennoch nicht zu erwarten. Zudem passt der Storykontext leider nicht mehr zum Titel des Films, denn niemand von ihnen ist falsch abgebogen...
Wissenswertes
Das erste Drehbuch beinhaltete, dass die beiden Überlebenden des ersten Teils auch hier wieder auftauchen sollten. Man entschied sich dagegen, als bekannt wurde, dass der Film direkt auf DVD erscheinen sollte
Der Film wurde in nur 25 Tagen abgedreht
Fazit
Nicht ganz den „Wrong Turn“ eingeschlagen aber nicht wirklich weit jenseits des „Dead End“