Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 06.05.2012

Im Vergleich mit dem ersten Teil natürlich nur ein hingerotzter Trittbrettfahrer. Dessen schmutzig-subtiler 70er-Touch ist auf einen Schlag dahin, dafür gibt's jetzt typische 10-Negerlein-Schlachtplatte mit Fokus auf die teils vollkommen absurden Splattereinlagen (Axt durch den Kopf und in einem Hieb durch, so dass das Menschlein entzwei ist, jaja). Der pseudo-doppelbödige Survival-Camp-Plot setzt von Beginn an falsche Zeichen, zumal er im Anschluss nicht mal genutzt wird - von Medienkritik (Eindringen in die Natur etc.) keine Spur. Das Fatalste aber: Die Mythologie wird einfach aus den Angeln gehoben und die Degenerierten sind jetzt einfach nur noch Monster. "Wrong Turn" ist zum unreflektierten Creature Feature geworden.

Hat man sich einmal damit abgefunden, entwickelt sich das Sequel aber doch noch zur brauchbaren dtv-Angelegenheit, denn Masken-, Splatter- und Goreeffekte klotzen, anstatt zu kleckern und können sich absolut sehen lassen. Das macht dem Genrefreund Spaß, entbehrt aber des Langhaltswertes von "Wrong Turn", der natürlich in einer anderen Liga spielt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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