Comic- Verfilmungen sind fast wie Forrest Gumps Schachtel Pralinen, man weiß nicht was man bekommt. Filme wie z.B. „Blade“ oder "Spider-Man" beweisen jedoch (zumindest an den Kinokassen), dass dies durchaus sehr erfolgreich sein kann. Allerdings war ich nie ein großer Comic – Fan, gleich gar nicht von Spiderman oder all den anderen.
Batman jedoch war schon immer etwas besonderes und sei es nur durch die ja bereits 1966 erschienene, zum Kult avancierte Serie mit den ganzen lustigen „Crash“ oder „Bang“ Einblendungen – einfach cool. Dann war da ja noch dass heiße Batmobil, der Butler Alfred und auch ne meist sehr hübsche Catwoman...aber soweit sind wir ja noch nicht.
Hierbei dreht es sich ja sozusagen um den ersten Batman der Neuzeit. Dies dürfte zum damaligen Zeitpunkt für den noch nicht so bekannten Regisseur Tim Burton eine sehr große Herausforderung dargestellt haben. Dieser wurde er, meiner Meinung nach, aber auf alle Fälle gerecht.
In erster Linie hat er es Meisterhaft verstanden Gotham City in einer sehr düsteren Atmosphäre darzustellen. Dies zieht sich wie ein Roter Faden durch den gesamten Streifen. Auch das Batmobil oder die ganzen kleine Gimmicks und Helferlein die unserer Fledermaus zur Verfügung standen wurden sehr schön und ohne auf Altbewährtes verzichten zu wollen in Szene gesetzt. Über die Story an sich muss ich an dieser Stelle wohl nicht näher eingehen. Sie beleuchtet jedoch zunächst sehr gut die Anfänge des schwarzen Rächers in Gotham City im Kampf mit seinem ersten großen Widersacher – dem Joker.
Wobei wir auch schon bei einer der hervorragendsten schauspielerischen Leistungen überhaupt wären. Nämlich Jack Nicholson in der Rolle des Jokers. Zunächst, vor seinem Bad in dem grünen Blubber, noch ein „relativ normaler“ Mensch mutiert er in kürzester Zeit zum wirklich fiesen Joker mit einem wunderbar miesen Lachen und einer Visage die seinesgleichen sucht. Dass er das Verrückte in Person ausgezeichnet darstellen kann dürfte seit „Shining“ allseits bekannt sein - er hat es sich ja auch gut bezahlen lassen in diesem Fall, sogar mit einem Eintrag im Guiness Buch der Rekorde.
Die Ehre als erstes in das Kostüm des Batmans zu schlüpfen wurde in diesem Fall Michael Keaton zu Teil, welcher seine Sache ebenso gut macht wie auch der, wie in Batman – Filmen üblich, sehr hübsche weibliche Part, Kim Basinger.
Im Endeffekt bietet dieser erste Teil der nach oben hin offenen Batman – Reihe alles was das Fanherz begehrt. Alle Details wurden wunderbar eingearbeitet, hervorragend düster inszeniert von Tim Burton und mir sehr guten Darstellern. Kaum zu glauben dass dieser Film bereits im Jahre 1989 entstanden ist, aber es soll ja nicht der letzte Teil gewesen sein...