Review

Kurz vor Kinostart des allseits erwarteten "The Dark Knight" macht es Sinn, sich die Batman-Filme noch mal näher anzuschauen.
Eigentlich komisch, dass es 1989 die erste ernstzunehmende Verfilmung gab. Über Adam West hüllt man ja besser den Mantel des Schweigens, als ein Batcape. Doch Jahrelang prägte diese Presswurst das Batmanbild derer, die die Comics nicht kannten.
Doch dann kam Tim Burton...

Burtons Version des dunklen Rächers ist meiner Meinung nach die beste Comicverfilmung, die es bisher gibt. Das liegt zum einen an der Inszenierung, die zwischen überzogen-comichaft und extrem düster schwankt. Zum anderen liegt es an den Schauspielern. Michael Keaton als Superhelden zu besetzen mag vielleicht etwas komisch erscheinen. Aber gerade das macht den Helden hier aus. Bruce Wayne ist hier ein permanent neben sich stehender Millionär, der etwas melancholisch daherkommt. Batman ist ein düsterer Hühne, von Rache beseelt und ziemlich mies drauf.
Gut, dass der Böse hier die Lacher bringt, ansonsten wäre der Film zu nüchtern. Jack Nicholson als Joker spielt neben Shining seine beste Rolle. Den diabolischen Grinsemann verkörpert er mit viel Spaß und Hingabe, overacted und überkandiedelt. So schrill darf nur eine Comicverfilmung sein.
Leider geht dem Drehbuch zum Schluss die Puste aus und die Spannung geht ein wenig verloren. Aber durch phantastische Bildkompositionen Burtons, den sehr starken Soundtrack von Danny Elfman und eine herausragende Schauspielerriege hinterlässt "Batman" einen durchweg positiven Eindruck. Und die pessimistisch düstere Atmosphäre gepaart mit der Überzeichnung und dem teilweise schrillen Setdesign sind einige Gründe, warum dieser Film für mich ein Klassiker des modernen Kinos ist.
8 Punkte sind es dann aber wegen der Vernachlässigung der Geschichte zum Schluss, da der Unterhaltungswert doch ziemlich fällt und die Story dem Bildinhalt weichen muss. Der ist dafür aber sehr schön!

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