Review

Die zwei größten Horrorstars Großbritanniens, Peter Cushing und Christopher Lee, in einem spanischen Trashhorrorfilm. Geht das gut? Nun ja, wenn man sich damit abfinden kann, wird man blendend unterhalten.


Auf seiner Reise durch China findet der Anthropologe Prof. Saxton (Christoper Lee) ein seltenes Fossil, was wie eine Kreuzung zwischen Affen und Menschen aussieht. Natürlich will er diesen Fund mit nach Hause nehmen. Die fahrt nach Hause soll per Bahn durch Russland führen. Doch schon vor der abfahrt gibt es einen ersten Toten, dessen Augen nun komplett weiß sind.
Ebenfalls im Zug ist der Arzt Dr. Wells (Peter Cushing). Neugierig wie er ist, gibt er dem Schaffner ein wenig Geld, damit dieser mal in der Nacht reinschaut, was sich in der Kiste verbirgt. Damit lässt der Schaffner auf die Reisenden im Zug ein Monster los, welches nicht von dieser Welt scheint…


Trash aller erster Güte, anders kann man diese spanische Produktion nicht beschreiben. Wie man an Stars wie Cushing, Lee und Telly Savallas kam, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Dennoch, man hat Spaß bei diesem Film. Allein die Hauptakteure Cushing und Lee, welche sich Anfangs alles andere als mögen (Lee ist mal wieder herrlich arrogant), müssen später gemeinsame Sache machen, um die Reisenden und sich selber vor dem Monster zu schützen.
Monster ist auch hier das Stichwort, wir haben es hier mal mit einer ganz anderen Kreatur zu tun. Getötet wird hier ausschließlich mit den Augen, die dann rot zu leuchten beginnen, der gegenüber bekommt blutige Augen und irgendwann sind dann Iris etc. verschwunden.

Klingt ganz schön trashig, ist es auch, es wird aber noch besser, wenn Dr. Wells anfängt, sich die Leichen mal näher anzuschauen und ihnen den Schädel öffnet. Ab dann gibt es wirklich was zu feiern, auf so eine Idee muss man erst mal kommen.

Handwerklich ist der Filme ganz solide, eine spanische Produktion halt. Die Trick reißen einen zwar nicht vom Hocker, auch das Monster zu Begin ist alles andere als eine Offenbarung, aber damit muss man hier halt leben und man tut es auch. Richtig strange wird es dann, wenn Telly Savallas als Russe auftritt.
Natürlich gibt es auch ein Finale, in dem sehr viele Augen bluten, das Monster eigentlich unbesiegbar ist, aber wir wissen ja immer, wie solche Filme dann enden. Dennoch kann man nach knapp 80 Minuten sagen, war doch ganz lustig.


Fazit: „Horror Express“ einen ernsten Horrorfilm zu nennen, wäre schon fast Blasphemie, denn hier geben sich Horror und Komik die Klinke in die Hand, wenn wohl auch nicht ganz freiwillig. Es gibt viele heute nur noch komisch wirkende Szenen, aber dies gibt dem Film einen gewissen Charme. Dank der beiden britischen Horrorikonen wird man aber vorzüglich unterhalten. Und Christopher Lee mit einem schwarzen Schnurrbart ist doch auch mal was.

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