Der wohlhabende Geschäftsmann William Kolderup schickt seinen nichtsnutzigen Neffen Jeff mitsamt seinem schnöseligem Benimm-Lehrer Artelect auf eine einjährige Weltreise. Mitten auf dem Ozean wird das Schiff von einem Rudel Seeungeheuer (think "Der Schrecken vom Amazonas" in der Kindergarten-Version) überfallen und versenkt. Jeff und Artelect können sich auf eine nahe gelegene Insel retten, doch auch dort wimmelt es von Monstern. Irgendwann tauchen auch noch Kannibalen und 'ne schiffbrüchige Französin auf, und schließlich erscheint auch Kolderups Rivale Taskinar auf der Bildfläche, der es auf das Gold der Insel abgesehen hat... Dem Vernehmen nach handelt es sich bei "Reise zur Insel des Grauens" (der auch unter dem ebenso geilen Alternativtitel "Das Geheimnis der Monsterinsel" firmiert) um eine Adaption von Jules Vernes "Die Schule der Robinsons"... und NICHT von "Die Geheimnisvolle Insel", wie man eigentlich meinen könnte. Nun ja, dem spanischen Trashfilmer Juan Piquer Simón wird das wohl wumpe gewesen sein, denn der bedient sich motivisch von hier und dort und spickt seinen Streifen mit völlig depperten Monster-Kreationen (die auf seinem eigenen Mist gewachsen sind, nicht auf dem von Verne!) und letztklassigen Kostüm- und Miniatur-Tricks, so dass das finale Ergebnis wirklich schon der Bodensatz des Grusel- und Abenteuerfilms geworden ist. Der latente Slapstick-Ton der Handlung im Verbund mit der völlig hysterischen Performance David Hattons als Artelect lässt darauf schließen, dass Simón tatsächlich ein Zielpublikum im Kleinkindalter für seinen Streifen anvisiert haben könnte, ein Sechsjähriger dürfte sich über die ulkigen Pappmaschee-Monster wohl gebührend amüsieren, darüber hinaus wird's dann schon kritisch. Die Credit-mäßig groß herausgestellten Auftritte der namhaften Darsteller Terence Stamp und Peter Cushing, die sich irgendwie auch in dieses Trash-Spektakel verirrt haben (und das war ein paar Jahre NACH "Superman II" und "Krieg der Sterne"!) beschränken sich jeweils nur auf wenige Minuten zu Beginn und gegen Ende des Films... leicht verdientes Geld. Was die wohl anschließend gedacht haben, als sie den fertigen Film gesehen haben? Kurzum, Kintopp aus dem Klo.
2/10