Review

Inhalt
Als kleiner Junge muss Hannibal Lector mit ansehen, wie seine Eltern vor seinen Augen sterben. Kurz darauf hat sein Leid noch immer kein Ende, denn er wird mit seiner Schwester von Kriegsveteranen gefangen gehalten.

Acht Jahre später lebt der Junge in einem Waisenhaus. Was genau mit seiner Schwester vor ihrem Tod geschehen ist, hat er weitestgehend verdrängt. Doch eines hat er ihr geschworen: Er will sich an ihren Peinigern und Mördern rächen...

Kritik
Die Ursprünge des Hannibal Lecter zu erkunden, wird wohl auf den ersten Blick ziemlich interessant wirken. Allerdings muss man als Zuschauer bereits nach wenigen Minuten erkennen, dass dieses Prequel als solches leider nicht funktionieren kann.

Die Charakterzeichnung von Hannibal ist dafür ein wenig zu grob ausgefallen. So kann man anfangs noch gut nachvollziehen, dass er die Morde aus Rache an seiner Schwester begeht. Sogar seine Vorhergehensweise erscheint nicht wirklich befremdlich.

Allerdings wird man im weiteren Verlauf immer öfters mit dem buchstäblichen Finger darauf hingewiesen, dass er ein Monster sei. Die Morde werden zwar immer brutaler und Hannibal findet auch immer mehr gefallen daran, seine Opfer zu töten, doch eigentlich sind es immer nur Menschen, die auch etwas Schlechtes getan haben.

Natürlich macht es den Mörder dadurch zu keinem besseren Menschen, doch es werden einfach nicht der Kannibalismus, sowie die schnell aufgebaute Psychose erklärt. Es wirkt alles strukturiert und sogar ein wenig langweilig.

Ganz anders als der Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“ verbreitet der Charakter nichts mystisches um sich herum und wirkt auch nicht bedrohlich. Dennoch schafft es sein Darsteller sich in dem ihm vorgelegten Drehbuch hervorragend zu etablieren.

Was bleibt ist jedoch eine eher enttäuschende Geschichte, die dem Oscarprämierten Original einfach nicht gerecht wird.

Fazit
Ziemlich maue Vorstellung einer Leinwandikone

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