Man hätte sich ja irgendwie mehr erwartet, wenn Oscar-Preisträgerin Diane Keaton in einem Film mitspielt. Die Liebeskomödie »Von Frau zu Frau« ist nämlich allerhöchstens Durchschnitt.
Wie der Titel schon sagt, ist »Von Frau zu Frau« ein reiner Frauenfilm. Die alleinstehende Mutter Daphne (Diane Keaton) pfuscht gern im Leben ihrer erwachsenen Töchter rum. Während die beiden Ältesten (Lauren Graham, Piper Perabo) inzwischen glücklich verheiratet sind, gilt Milly (Mandy Moore) als Sorgenkind. Also besorgt ihr Daphne einen Mann übers Internet. Der Architekt Jason (Tom Everett Scott) ist zwar nicht zu verachten, aber trotzdem nicht das Wahre für Milly. Den Musiker Johnny (Gabriel Macht) findet sie interessanter, aber dank ihrer aufdringlichen Mutter ist ihr Liebesleben nicht so einfach. Für wen soll sie sich entscheiden?
Wozu Milly noch zwei Schwestern hat, ist fraglich. Die beiden Grazien sind wohl nur dazu da, um das weibische Gegacker in Boutiquen und Schuhgeschäften noch um ein paar Dezibel hochzuschrauben. Ein bisschen wenig. Tatsächlich sind die beiden so überflüssig, dass es schon richtig nervt. Und das muss man auch erst einmal schaffen. Leider bleibt auch Diane Keaton nicht von negativer Kritik verschont. Sie spielt die Mutter so penetrant redselig und eigen, dass man sie nach spätestens zehn Minuten kaum noch ertragen kann. Am besten kommt noch Mandy Moore weg, die als leidgeplagte Milly die Hauptrolle innehat und eigentlich gar kein so ungewöhnliches Leben hat wie im Film gern angedeutet wird. Ob und welchen Mann sie letztendlich haben kann und ob auch die Beziehung zu ihrer Mutter wieder besser wird (auch wenn sie rückwirkend sowieso nie schlecht war), ist etwas zu wenig, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Also versucht sich der Streifen als Komödie. Darunter leiden natürlich realistische und gut ausgeleuchtete Mutter-Tochter-Beziehungen. Allerdings muss man zugeben, dass der Humor auch nicht gerade mit guten Pointen glänzt. Außerdem fehlen die Konflikte. Das heißt, Potential zum Ärger hätte der Film eigentlich, aber hier sind alle so sympathisch, nett und naiv, dass man sich immer sofort wieder lieb hat.
Kurz, »Von Frau zu Frau« bietet zu wenig, um wirklich zu unterhalten. Kaum Humor, wenig Handlung und größtenteils uninteressante bis nervige Charaktere machen keinen guten Film. Leider. Trotz des Genres, das sowieso nur seichte Unterhaltung verspricht, hätte ich mir mehr erwartet. Immerhin der Soundtrack ist ganz lässig geworden.