Schon als ich ins Kino ging war ich skeptisch, denn ich war nie ein großer til Schwaiger Fan (außer Der Eisbär, der ist richtig gut) und hab mir den Film eigentlich auch nur angeguckt weil nichts besseres kam.
Um ehrlich zu sein, als ich aus dem Kino kam fand ich den noch richtig gut, aber mit der zeit verschwan dieses Gefühl.
Sicherlich One Way ist kein schlechter Film, aber auch wirklich keine Granate. Die Story finde ich ja eigentlich gar nicht mal so schlecht aber da gibt es doch so einige Kritikpunkte.
Till Schwaiger spielt in diesem Film eher durchschnittlich, was man von ihm ja auch gewohnt ist. Das Problem alle anderen spielen eigentlich auf dem selben Niveau.
Auch wenn Schwaiger hier die Hauptpersohn mimt, so ist man nicht in der Lage sich mit ihm zu identifizieren, zum einen wegen seines Spiels und zum anderen wegen des Charakters welchen er im Sinne eines doch sehr egoistischen Werbefachmanns verkörpert.
Auch ist es schwer sich mit dem Vergewaltigungopfer zu identifizieren, da diese Dame doch etwas abgehoben ist.
Das liegt daran, das in diesem Film versucht wird ihre Psyche näher zu beleuchten, aber ich sag es mal so, anstatt dies zu tun zeigt die Kamera lieber auf Herrn Schwaiger.
Michale Clark Duncan wird in diesem Film einfach nur verheizt. Dieser so grandiose Schauspieler....was macht der da, was soll der da.
Soll er eine art zweite Persönlichkeit des Vergewaltigungsopfers darstellen, ihren Rachedurst gegen ihre Peiniger... ein 2 Meter großer General? Das ist doch Irrsinn.
Dieser Film hatte großes Potential bei der Beleuchtung der Psyche eines Vergewaltigungsopfers, aber es wird der Dame viel zu wenig Zeit gewidmet und die Zeit die ihr gewidmet wird ist eher verwirrend und dient sicherlich nicht den Film.
Aber wie schon anfangs erwähnt, erst fand ich den Film nicht zu schlecht, ich bin auch gern bereit ihm 6 Punkte zu geben, aufgrund der Thematik und des eigentlichen Potenzials. Mit einer anderen Besetzung und einem anderen Regisseur wäre viel mehr drinnen gewesen.