50 Jahre in der Zukunft: Die Sonne stirbt- die Erde hat bereits unter
den Auswirkungen des ewigen Winters zu leiden. Der erste Versuch- den
Motor der Sonne mit einer gewaltigen Explosion wieder neu anzuwerfen-
ist gescheitert- von der Raumfähre Icarus I und ihrer Besatzung fehlt
jede Spur. Nun ist unter der Leitung von Kaneda ein zweites Team mit den restlichen Sprengstoffreserven der Erde
unterwegs- um diese letzte Überlebenschance der Menschheit
wahrzunehmen. Kurz vor ihrem Ziel erreicht die Crew ein Funkspruch der
Icarus I. Nun hat Physiker Capa ')">die Qual der Wahl. Er muss entscheiden- ob man es wie geplant mit der
einen Bombe versuchen- oder doch besser zur Icarus I fliegen und so
seine Sprengkraft verdoppeln sollte…
Es ist nicht schlimm- dass sich „Sunshine“ in der Tat
anfühlt wie ein Mix aus bekannten SF-Klassikern- die da wären:
Die Geschichte einer verlöschenden Sonne- die durch eine Crew mittels
einer Bombe wieder ‚überbrückt’ werden soll- erinnert entfernt an die
Umkehr der Blockbuster ‚Deep Impact’ und ‚Armageddon’- lehnt
sich visuell sehr stark an Kubricks „2001“- De Palmas „Mission to Mars“ und
"Solaris" (Remake ) an und mischt die Story
schließlich mit einer großen Dosis „Alien“ und „Event Horizon“ an.Nicht zu vergessen : Douglas Trumbulls „Lautlos im Weltraum“ - und das Disney-Epos
„Das schwarze Loch“ .
Sunshine markiert die nach The Beach und 28 Days Later
dritte Zusammenarbeit von Danny Boyle mit dem Drehbuchautor Alex
Garland- und ist recht gelungen. Der Film fasziniert
durch seine Bilder aber weniger durch seine Story- das wird aber weniger Leuten auffallen da die Bezüge zu den älteren Filmen nicht jedem bekannt sind. Die Story- die
sich am Anfang nachdenklich und beinahe philosophisch gibt- driftet
gegen Ende des Films sehr in Richtung Action und Horror ab was dem Film aber ganz gut tut da er in den ersten 40 Minuten doch etwas behäbig ist. Die Schauspieler zählen nicht unbedingt zu den Stärken des Films- sie agieren
teilweise sehr zurückhaltend und zeigen auch nur im letzten Drittel des Films was Sie können. Was bleibt- ist beachtliches Augenfutter
mit furios inszenierten Bildern und einer Story mit guten
Ansätzen- die am Ende etwas dünn wird. Kein Meilenstein des
Science-Fiction-Films- aber sehr unterhaltsame Kost mit
faszinierenden Bildern und einer wirklich starken Filmmusik die den Film bestens unterstreicht!
9 Points