Review

Sunshine: Der Name ist Programm. Ein Science-Fiction Film wie man ihn selten gesehen hat. Dieses Werk besticht natürlich in erster Linie durch seine grandiose Optik und den emotionalen Soundtrack, nichts desto trotz gibt es auch eine interessante und dramatische Story zu erleben. Unsere Sonne stirbt ist das Thema dieses Films und da muss man leider auch sagen das dies der einzig große Fehler dieses Films ist, denn er spielt in unserer Gegenwart und daher ist es mehr als unwahrscheinlich das die Sonne ihre Energie verbraucht hat, logischer ist da wohl ein Datum das 3-4 Milliarden Jahre in der Zukunft liegt... doch darüber wollen wir mal ganz schnell hinwegsehen, denn dies hier ist ein Science-Fiction Film mit einer "WAS WÄRE WENN" Story und daher geht es auch voll in Ordnung.

Eine Crew von 7 Wissenschaftlern versucht also mit einem Raumschiff, beladen mit der X-Fachen Sprengkraft einer Atom-Bombe zur Sonne zu liegen und durch eine Detonation die Sonne neu zu entzünden, bzw. einen neuen Stern zu erschaffen. Ich finde das ist Science-Fiction in seiner besten Form. Als das Schiff den Merkur erreicht findet die Crew die Ikarus 1, ein identisches Schiff das 7 Jahre zuvor losgeschickt wurde um die selbe Aufgabe zu erledigen: Die Menschheit retten. Doch diese Mission ist fehlgeschlagen, deshalb wurde eine zweite Mission gestartet, die Ikarus 2. Die Crew findet nun die Ikarus 1 und zu diesem Zeitpunkt im Film passiert eigentlich schon der größte Wendepunkt überhaupt, denn die Crew muss sich entscheiden. Sollen wir zur Ikarus 1 fliegen, nach Überlebenden suchen und unsere Chancen verbessern die Sonne wiederzubeleben, indem wir eine zweite Sprengladung mit auf die Reise nehmen?! Die logische Antwort müsste natürlich lauten: NEIN, auf keinen Fall! Denn das Risiko wäre zu groß, es könnte zu viel schief gehen und die gesamte Menschheit steht vor dem Aussterben.

Doch wie es halt kommt entscheidet man sich anders und fliegt zur Ikarus 1. Sein wir mal ehrlich. Wenn man diesen Plot Point nicht eingebaut hätte wäre es ein langer, langweiliger Film geworden, denn wenn sich die Crew nicht gegenseitig abschlachtet und wahnsinnig wird kann auf dem Weg zur Sonne nicht mehr viel passieren und deshalb geht dieser Schritt schon in Ordnung. Vielmehr finde ich ihn aus menschlicher Sicht auch nachvollziehbar. Gut die Chancen stehen 50/50 aber trotzdem und eins zeigt der Film auch immer wieder, wir sind alle nur Menschen, wir sind nicht perfekt und wir begehen alle Fehler, Fehler die wir manchmal zu tiefst bereuen. Und so kommt eins zum Anderen. Die Sonnenschilde werden, nach der neuen Kurseingabe, vergessen zu kalibrieren, wodurch man 3 Schilde von Hand reparieren muss. Auf die Details will ich jetzt nicht eingehen, sonst braucht ihr euch den Film nicht mehr im Kino angucken.

Wie bei einer Kettenreaktion geht eine Sache nach der anderen schief und im letzten Drittel wechselt der Film von seinem Sci-Fi Genre mehr in die Thriller Abteilung mit einem leichten Horror Touch, doch das macht den Film aus meiner Sicht nicht wirklich schlechter oder uninteressanter, so wie es in manchen anderen Reviews ja beschrieben wurde. Der Film befindet sich in der selben Liga wie z.B. die Filme MISSION TO MARS oder EVENT HORIZON und gehört ganz klar zu den Top 10 Science Fiction Filmen der letzten 10 Jahre. Die Länge des Films geht mit knapp 107 Minuten voll in Ordnung, doch bei der FSK 12 Bewertung bin ich doch mal wieder eher skeptisch. Gerade das letzte Drittel weißt einige blutige, sowie Schock Effekte auf die doch eher zu der etwas ernsteren Sorte gehören. Er ist lange nicht so brutal wie Event Horizon doch wesentlich härter als Mission to Mars, der ja ebenfalls FSK 12 bekommen hat.

Mein Fazit: Man sollte ihn gesehen haben und über die kleinen Logiklöcher einfach hinwegsehen. Ein toller Sci-Fi Film, der vor allem ein Genuss für Augen und Ohren ist. SUNSHINE

Details
Ähnliche Filme