kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 15.03.2008
Ein Film von einer Bildgewalt, die selbst auf DVD so niederschmetternd und glorreich ist, dass man sich gar nicht vorstellen mag, wie dieser Film im Kino gewirkt haben muss.
Klinkt man das aus, fallen natürlich recht schnell die unzähligen Anleihen auf, die sich das Drehbuch leistet... immer wieder wird man an Konstrukte wie "Armageddon" oder "Event Horizon" erinnert. Dabei geht Danny Boyle substanziell natürlich viel tiefer als die vermeintlichen Vorbilder, wird metaphysisch und geht teilweise schon ins Transzendentale - aber niemals dorthin, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen wäre. Das verzeiht man dem Film letztendlich aber - und hier schließt sich der Kreis wieder - durch die gigantischen Bilder vom Rande des Universums und die bisweilen zügellose Spannung beim Tanz auf der Rasierklinge. Diese Verschiebung von Dimensionen und Relationen ist mir aller Schwächen ungeachtet noch 8/10 wert.
*weitere Informationen: siehe Profil