Neben schönen Landschaften hat das Land der Kanguruhs und Koalas noch viel mehr zu bieten. Zum Beispiel eine blühende Filmindustrie die in den letzten Jahren vor allen wegen ihren Horrorfilmen Furore gemacht hat. Doch auch auf dem Thriller-Sektor kann Australien mit dem düsteren „Restraint“ punkten.
Story: Auf der Flucht vor der Polizei landen der Mörder Ron und seine Freundin Dale in einem abgelegenen Herrenhaus. Dieses wird vom agoraphobischen Andrew bewohnt, welcher aufgrund seiner Phobie das Haus seid Ewigkeiten nicht mehr verlassen hat. Ron und Dale nehmen ihn als Geisel und spielen zuerst ein perfides Spiel mit ihm. Doch zwischen Dale und Andrew entwickelt sich schnell eine sexuelle Spannung, welche schnell zu eskalieren droht.
Sicher, der Plot von „Restraint“ klingt nicht sonderlich originell, doch Regisseur David Denneen holt alles aus seinem Film heraus und liefert einen kleinen, feinen Independentthriller ab, welcher sich lohnt gesehen zu werden. Getaucht in düsteren Bildern entwickelt sich der Film nach und nach zu einem abgründigen Thriller über eine ungewollte Dreiecksbeziehung, welche in einem Blutbad endet. Angereichert wird das Ganze mit einigen harten Gewaltausbrüchen und einer guten Prise Erotik.
Letzteres geht von der talentierten und wunderschönen Teresa Palmer aus, welche es sich nicht nehmen lässt, ihren perfekten Körper mehrmals in seiner ganzen nackten Pracht zu zeigen. Hin und her gerissen zwischen Ron und Andrew gibt sie als Dale eine tolle Leistung ab. Als verlorene Seele welche eigentlich nur geliebt werden will. Auch der restliche Cast spielt toll. Gerade die Psychoduelle zwischen Travis Fimmel (Ron) und Stephen Moyer (Andrew) sind großartig und spitzen sich im Laufe des Filmes immer weiter zu und endet tödlich, als Ron merkt, dass er Dale schon lange verloren hat.
Das alte Herrenhaus präsentiert sich dabei als perfekter Schauplatz für das Geschehen und trägt, durch die gelungene Ausleuchtung bzw. Ausstattung, ungemein zum Aufbau der Atmosphäre bei. Schade ist dabei nur, dass man das Ende eigentlich schon vorhersehen kann. Was der eigentlichen Spannungskurve aber nicht viel an Wirkung nimmt.
„Restraint“ ist ein bitterböser Psychothriller, welcher sich mühelos von dem sonstigen Direct-to-DVD Einheitsbrei abhebt. Hervorragend gespielt, mit interessanten Wendungen und einem deprimierenden Ende. Unerwartet gut.