Nunja, vielleicht ist "The Lookout" kein Meisterwerk, das dieser Film eine einzige Länge darstellt trift aus meiner Sicht aber nicht zu, auf keinen Fall.
Die Story ist nicht so richtig schlecht, aber einwenig vorhersehbar und nicht wirklich einfallsreich: Ein junger Mann, der vor 4 Jahren bei einem fatalen Autounfall sein Gedächtnis verloren hat jobbt nachts als Putzkraft in einer Bank und soll eines Tages helfen diese leerzuräumen...
Eins ist mal sicher, seit Chris sein Gedächtnis verloren hat zählt er nicht mehr zu den Hellsten. Es kommt vor das er nicht mehr weiß was er sagen wollte und um den Satz zu Ende zu bringen in sein schlaues Büchlein schauen muss. Außerdem kann er seinen Job in der Bank nur erledigen weil er sich alles genau aufschreibt, ansonsten wüsste er nicht was er schon erledigt hat und was er noch machen muss. Krass, wenn man bedenkt das es solche Amnesien wirklich gibt!
"The Lookout" ist ein dialoglastiges und teilweise etwas lahmes Werk. An manchen Stellen hätte einbisschen Action, so wie bei der kurzen Schießerei 20 Minuten vor Schluss, dem Film sicher gut getan, da das Ganze aber nie so richtig langweilig, sondern zumeist recht unterhaltsam ist kann man sich "The Lookout" relativ gut ansehen. Der Film ist halt mehr Drama als Thriller.
Über einbisschen Musik hätte ich mich gefreut. Wenn mal Musik gespielt wird, dann sind es ruhige Stücke die so leise sind das man sie kaum hört.
Die Darsteller agieren durchweg solide, weshalb der Film nur selten langweilig wird. Sie halten den Zuschauer bei Laune. In der Hauptrolle sehen wir Aaron Berg, einen jungen Kautz für den Filme Neuland sind. Er hatte bisher noch nie eine Hauptrolle und wenn man das bedenkt kann man ihm nur ein großes Lob aussprechen. Chris blinder Kumpel Lewis wird von Jeff Daniels gespielt, der ja für gewöhnlich eher im Komödiengenre tätig ist und obwohl "The Lookout" ein Drama ist kann er hier voll und ganz überzeugen. Zunächst habe ich ihn mit seinem Vollbart gar nicht erkannt.
Fazit: "The Lookout" ist nicht schlecht. Sicher gibt es bessere und vor allem spannendere Filme, aber immerhin versteht es Scott Frank den Zuschauer über fast 100 Minuten recht gut zu unterhalten trotz fehlender Action und einer wenig spektakulären Story.