Meg Ryan und Matthew Broderick spielen zwei Singles, die ihren ehemaligen Partnern hinterher spionieren und feststellen, dass sie mit dem Ex des jeweils anderen liiert sind und sogar heiraten wollen. Die beiden, denen immer noch viel an ihrer alten Beziehung liegt, planen nun, das Paar auseinander zu bringen, bis sie schließlich Gefühle für einander entwickeln.
Nachdem er mit "American Werewolf" als Darsteller in Erscheinung treten konnte und anschließend "Frühstück bei ihr" und "Ein charmantes Ekel" produzierte, versucht sich Griffin Dunne nun also auch mal als Regisseur und leistet durchaus solide Arbeit, auch wenn es im Wesentlichen die beiden Hauptdarsteller sind, die einen ordentlichen Unterhaltungswert garantieren.
Die Story ist in groben Zügen vorhersehbar und bliebt mehr oder weniger komplett in den normalen Handlungsbahnen des Genres, wobei hier und da durchaus ein paar ganz nette Idee mit in den Filme einfließen, die nicht so leicht abzusehen sind. Dabei scheitert "In Sachen Liebe" stellenweise daran, dass es mit dem Ausspionieren und der Sabotage der Beziehung der ehemaligen Partner übertrieben wird und die Story einfach zu unglaubwürdig wird. Und auch die Inszenierung ist eher kommerziell geworden. Dunne spult die Story ziemlich schnell ab und verhindert so längere Leerläufe und sichert einen soliden Unterhaltungswert. Die Gags sind gut dosiert und sind glücklicherweise nicht sonderlich fäkalhaltig. Die Filmmusik untermalt vor allem die romantischen und emotionalen Momente sehr gut und so gibt es handwerklich eigentlich nichts auszusetzen.
Meg Ryan ist prinzipiell immer eine beliebte Allzweckwaffe, wenn es um Komödien geht und löst die Rolle wie gewohnt sehr charmant und mit einer rundum sympathischen Darbietung. Nach "Mut zur Wahrheit" und "Zeit der Sinnlichkeit" kehrt sie also wieder in ihr altes Genre zurück. Matthew Broderick ist sichtlich gut gelaunt und löste seine Rolle auch mit der nötigen Sympathie und ausreichend Charme. Damit harmonieren die beiden perfekt miteinander und liefern damit den Grundstein dafür, dass "In Sachen Liebe" funktioniert.
Fazit:
Durchschnittliche Liebes-Komödie, die von Anfang bis Ende unterhalten kann, den konventionellen Rahmen aber nie verlässt und zuletzt wegen der beiden guten und charmanten Hauptdarsteller funktioniert.
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