Review

Die USA in den 60ern. Der Vietnamkrieg tobt und die Öffentlichkeit reagiert mit Demonstrationen. Das Land ist innerlich zerrissen. Mitten rein kommt der junge Engländer Jude, der seinen leiblichen Vater sucht, den er noch nie gesehen hat. Vor diesem Hintergrund ist ein Film entstanden der sich auf Liebe, Freundschaft, Trennungen und das Leben konzentriert. Dies aber in einer äußerst sehenswerten und auch hörenswerten Form. Hörenswert? Ja, denn man kann den Film als eine Art Musical bezeichnen. Die Namen der Hauptprotagonisten lauten Jude, Lucy, Sadie, Prudence etc....Klingelt es schon? Nachhilfe erwünscht?
"Hey Jude",
"Lucy in the sky with Diamonds",
"Dear Prudence",
"Sexy Sadie"

Immer noch nichts? Dies alles sind Beatles Songs und um die "Fab Four " dreht sich musikalisch alles in dem Film. Die Musical-Einlagen sind nämlich auschließlich Songs der Liverpooler Jahrhundertband, gesungen von den Darstellern. Diese passen, zumindest in den meisten Fällen, hervorragend in die jeweilige Szenerie. Nicht nur das! Die stärksten Momente zieht der Film eben in diesen Gesangseinlagen. Mit surrealen Sequenzen, einem LSD Rausch gleichend , werden hier äußerst ungewöhliche Bildkompositionen kreiert, die man nicht so schnell vergißt. Bizarre Choreographien und fantastische Wesen begleiten unsere stimmfesten Darsteller auf diesem Lebensabschnitt. Zugegeben, die Handlung verliert in diesem Sinnensrausch in jedem Fall an Wert, aber dennoch ist eine Symbiose zwischen Film und Drogentrip klar erkenntlich. Wer die Beatles mag muß diesen Film unbedingt sehen. Menschen die einen etwas anderen Film sehen möchten ebenfalls.

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