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Luke Powers jagt die Mörder seines Bruders, der sich mit illegalen Kickbox Fights durchschlug. Luke will um jeden Preis in die Szene. Ghetto-King Pep wird sein Trainer, die Stripperin Tori seine ständige Begleitung. Zielstrebig und brutal kämpft sich Luke an den Mörder seines Bruders heran.

Filme wie Full Contact wird sich wohl niemand wegen einer innovativen Story anschauen, die meist eh nur als füllender Kontext zwischen den diversen Keilereien herhalten muß. Meist muß dabei die gute alte Rache herhalten, da Fiesmenschen den Kumpel, Meister oder jemand aus der Familie gemeuchelt oder verstümmelt hat und deren besten Kämpfer man im Showdown aufmischen muß. Dazu kommt fast immer noch eine ausgedehnte Trainigsmontage und eine eher langweilige Spaßbremse namens Love Story streckt auch immer noch einige Minuten.
Dieses Schema kann man hier auch mühelos anwenden. Bruder futsch, Täter nimmt vermutlich am großen Untergrund Turnier teil, Training, Gebalze mit Stripperschwester eines Kumpels und am Ende das Turnier, bei dem allerdings unverschämterweise Profi Michael Jai White nicht kämpft, sondern nur den Showmaster geben darf. Kurz gesagt, das obligatorische Drumherum um die recht zahlreichen Kloppereien ist auch hier ähnliche Banane wie beim restlichen Genre im B-Bereich. Überrascht war ich allerdings am Ende, das der Finalkampf im Turnier nicht den Showdown darstellt, sondern sich noch einer der Getreuen als falscher Fuffziger entpuppt.
Der Kern der Sache sind natürlich die Martial Arts Fähigkeiten der Beteiligten und da tue ich mich doch etwas schwer. Meine Version hat zwar den beliebten roten Sticker, aber wenn das ungekürzt sein soll, dann verschlinge ich meine nicht vorhandenen Boxhandschuhe. Viele der Fights sind verdächtig kurz und auch in Sachen Härte ist man hier eher auf der Selig-sind-die-Sanftmütigen Linie. Die Kämpfe sind technisch wenig beeindruckend und auch Held Jerry Trimble gehört jetzt nicht unbedingt zu jenen, denen man eine große Karriere vorhersagen müßte.
So ergibt sich ein doch eher durchschnittliches Vergnügen. Ein wenig Abwechslung bei den Kämpfen und andere Stile wären schon nett gewesen, die zumindest in der gekürzten Version nicht vorhanden sind.
5/10

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