Review

Ex-Soldat Travis (Richard Hatch) besucht mit seiner Teenager-Tochter seine Eltern, die in L.A. einen kleinen Lebensmittelladen führen. Das einst so hübsche & friedliche Viertel, in dem er aufgewachsen ist, ist wie ausgewechselt. Nicht nur sieht es abgeranzt aus, man traut sich auch kaum mehr auf die Straße, seit sich die "Hammers" breitgemacht haben. Diese Latino-Gang ist böse & versteht null Spaß, niemand wagt es, gegen sie auszusagen, die Polizei ist machtlos. Als sein Vater (R.G. Armstrong) von dem Gesocks ermordet wird, obwohl er immer brav Schutzgeld ablieferte, hat Travis die Schnauze voll. Erst setzt es kleine Nadelstiche, aber schon bald pflastern Leichen seinen Weg.

Alan Stewarts zweiter & letzter Spielfilm glänzt weder mit Authentizität noch mit Figurenzeichnung, es ist ein kruder, grob gestrickter Reißer, der auf die niederen Instinkte abzielt & sich nicht dafür schämt. Die "Hammers" sind das pure Böse, sie belästigen Frauen, sie morden, sie fackeln alte Männer ab (ein cooler Feuerstunt, der beim alten VPS-Tape fast zur Gänze geschnitten war) &, man mag es nicht glauben, sie killen sogar süße unschuldige Katzen. Klar, dass man da Travis alle Daumen drückt, wenn es zum letzten Gefecht in einer alten Fabrik (wo auch sonst?) kommt.

Das B-Movie ist passabel inszeniert, erfreut den Fan mit netten Crashs & Stunts & hat auch ein wenig (schwarzen) Humor zu bieten, etwa bei der Montage-Szene, wo Travis nicht trainiert, sondern einigen der "Hammers" auf einfallsreiche Weise Schaden zufügt. Außerdem weiß Stewart, was das Publikum sehen will. Titten (nicht ganz so dicke, aber immerhin), Blutfontänen (spritzige Kugeleinschläge & -austritte) & Explosionen, kleine wie große. Neben Hatch (der hier ein wenig Don Johnson ähnelt) & Armstrong sind noch Richard Jaeckel & Nancy Ticotin (Rachels Schwester) zu sehen. Für Fans von 80er-Actiongülle eine Empfehlung.

6,5/10

Übrigens spielt da auch eine gewisse Rosemarie mit, die sich in den 80ern für HC-Magazine hat ablichten lassen & auch einige Pornos gedreht hat. Connaisseurs des erotischen Fachmagazins "Pleasure" ist sie bestimmt noch als diejenige welche in Erinnerung, die in einem Heißluftballon in luftigen Höhen fröhlich dem Geschlechtsverkehr frönte.

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