Von der Dachkante zu den wandelnden Toten!
Es geht also doch!
Ich war schon drauf und dran, die Monogram-Chans als hoffnungslos mittelmäßige Fälle abzutun, da gelingt George Callahan doch noch ein knackiges Drehbuch – wenn schon keine Sensation, dann aber eine originelle Story!
Dazu bemüht er diverse Subgenres, die hier zu einer schrägen Mischung werden: Agentenfilme, der klassische Mad Scientist, die Mär vom Old Dark House und seinen Geheimgängen und das Identitätswechselspiel mit Masken und Täuschungen, sowie einige Anklänge an den guten alten Horror.
Sogar ein witziges Außenset spendierte man der Produktion, die fast ausschließlich in – ausnahmsweise reizvollen – Innendecors stattfindet: ein verwinkeltes Forschungslabor, umgeben und gesichert von einem zugewucherten Garten hinter hohen Toren.
Trotz mehrfacher Sicherung (Gegensprechanlage, Videoüberwachung anno 1945!!!) schafft es ein Unbekannter, sich in der Maske eines Polizisten (den er vor Ort überwältigt hat) in das Haus zu schmuggeln, wo er für die künftige Handlung scheinbar verschwindet.
Stattdessen präsentiert der geniale, aber verschrobene Forscher (natürlich allgemein verhasst) seinem Butler sein neuestes Gas-Projekt und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen, Sicherheitstüren, Sprachsteuerungen und Gesichtsmasken (die titelgebenden Jade-Masken sind diesmal keine Altertümer, sondern ein bizarrer Wandschmuck).
Kurz darauf ist nicht nur der Wissenschaftler verschwunden, sondern auch Chan auf dem Plan, der natürlich mal wieder (in baldiger Abfolge) der obligatorische Sohn und Birmingham nach sich zieht. Die Formel, Holz so stabil wie Metall machen zu können, steht bald im Zentrum der Ermittlungen und in dem Gewirr von gesicherten Räumen sterben alsbald die Anwesenden reihenweise (meistens durch Giftpfeile). Als dann auch noch jemand im Geheimlabor stirbt und daraufhin aber noch ein Stück weit durchs Haus wandert, ist das Mysterium komplett.
Über Wahrscheinlichkeiten sollte auch hier nicht groß nachgedacht werden, aber immerhin lädt der Film zum Mitkniffeln ein und nutzt seinen begrenzten Handlungsort fast ideal. Selbst die Nebenfiguren überstehen hier die obligatorische Namensvorstellung, bevor sie im Nebel der Statisterie verschwinden, so daß das standadisierte Stündchen Chan hier mal wieder richtig Spaß macht.
Im lustigen Wechselspiel ist auch hier übrigens mal wieder ein neuer Chan-Sohn im Einsatz: der bebrillte Eddie, offenbar ein sehr von sich überzeugter Intellektueller, dessen belesene Wortkaskaden seinen schweigsamen Dad zu einigen sarkastischen Kommentaren bewegen, der aber auch keine so schlechte Figur in der Handlung macht.
Dennoch blieb sein Einsatz ein einmaliges Experiment, denn für die nächsten vier Filme versuchte man es wieder mit Benson Fong, ehe sich die restliche Serie dann nach und nach zurück an ihren Anfang zurück entwickelte: über Victor Sen Yung zurück zu Keye Luke.
Für diesen kniffligen Mysteryfall aber vergeben ich gerne 7/10!