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Abt. Männer allein im Wald

Sgt. Tom Beckett ist einer der besten Scharfschützen, welche in der US-Armee Dienst leisten. Doch bei seinem neusten Auftrag wird Beckett der Kampfunerfahrene Schützte Richard Miller an die Seite gestellt. Beide müssen im Dschungel von Panama überleben und einen Drogenboss liquidieren. Doch als Miller bei der Ausführung versagt spitzt sich die Lage zu und ein Killer, der vom Drogenboss angeheuert wurde, kommt  den Beiden auf die Schliche.

Sniper ist eine nette Geschichte um die harten Männer mit den langen Knarren, die aus dem Hinterhalt ihre Ziele eliminieren. Zu Beginn steigen wir in Panama ein, lernen Beckett und seine Spotter bei einer erfolgreichen Mission kennen, allerdings läuft die Bergung schief und sein Partner (nicht der erste) beißt in den Waldboden. Dann folgt neuer Einsatz und neuer Partner, allerdings ist dieser ein ziemlich Greenhorn (Anzahl bestätigter Kills Bekett 74, Miller 0), obrigkeitshörig und unerfahren im Terrain. Der Großteil des Films beschäftigt sich eigentlich damit, die beiden Charakter annähern zu lassen und die unterschiedlichen Einstellungen zum Töten zu reflektieren. Action wird ziemlich klein geschrieben, aber Scharfschützen sind ja auch keine Nahkämpfer.
Allerdings gelingt es Llosa auch mit den eher ruhigen Stilimitteln eine gelungene Atmosphäre zu schaffen. Einen Großteil macht natürlich dabei das tolle Dschungelpanorama aus, wo das Meiste der Handlung stattfindet, es entsteht dabei fast so eine Art Vietnamfeeling, besonders in dem Moment wo sich Beckett mit dem feindlichen Sniper ein Lauerwettbewerb mitten in der Nacht liefert ist gut gelungen. Da wirken manchmal die Bullet Cam Aufnahmen beinahe schon deplaziert, denn ansonsten finden keine technischen Spielereien statt. Der Ansatz ist eher realistisch als reißerisch gewählt (auch wenn keiner der Spotter irgendwie auf Windrichtung oder -Geschwindigkeit zu achten scheint), eindrucksvoll sind dafür die verschiedenen Tarnaktionen gelungen, in denen sich wirklich Menschen so gut tarnen, das der Feind nebendran vorbeilaufen kann ohne was zu merken.
Tom Berenger und Billy Zane agieren dabei wirklich gut. Die größte Überraschung für mich war allerdings, das tatsächlich beide Überleben durften. Die story weist zwar insgesamt ein paar Ungereimtheiten sind zwar zu vermelden, wie z.B. die beiden Protagonisten kurzfristig ohne eigentlich ersichtlichen Grund aufeinander los gehen, aber ansonsten bietet Sniper solide Unterhaltung, mit dem einen oder anderen Kopfschuß, aber ohne aufgesetzte Dramtik und Hektik. Knappe 7/10

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