7
Dieses Stück Grindhouse-Autokino hat mich angenehm überrascht. Johnny Feuerwolke mag ausschauen wie Roy Black, in cineastischer Hinsicht ist er aber eine Art Proto-Rambo. Es dauert zwar eine ganze Weile, bis er seinen Rachefeldzug nach alten Indianermethoden startet, doch der ist dann recht cool und heftig. Das ist mal nicht Blaxploitation, sondern wohl Indianploitation. Hinter dem Sex und der Gewalt steckt aber auch ein Drama, das einige ernste Themen anschneidet: den weit verbreiteten US-Kleinstadtrassismus, insbesondere die Diskriminierung der Ureinwohner, vor allem wenn einer von denen etwas mit einer weißen Frau anfängt. Aber auch der Alkoholismus der Indianer, ihre Abschiebung in Reservate und der Verlust ihrer Traditionen und Identität werden alle aufgegriffen. Das sind viele ehrenwerte Ansätze, zwar in einem Exploiter verpackt, doch der ist gar nicht übel gemacht!
5
Johnny Firecloud, so der Originaltitel, ist einer dieser Streifen aus den 70ern, die man mal gesehen hat, von denen aber nur einige Fragmente hängen geblieben sind und an die man sich auch erst wirklich wieder erinnert, wenn man ihn nach Jahren mal wieder sieht. Der Nachteil ist nur, wenn man sich Feuerwolke mal wieder zu Gemüte führt und er bei dem Betrachter nicht unbedingt einen Kultstatus besitzt, schmeckt dieser eher nach einem langweiligen Selbstjustiz-Thriller mit einigen derben Tötungsszenen zum Ende hin und in dem die Darsteller mit den üblichen, schon fast peinlichen Style ihrer Zeit herum laufen, als ein Rassismus-Drama, welches er unbedingt sein möchte. Für Anhänger dieser Zeit sicher ein Must-Seen, für alle übrigen eher ein alter Opa, der zum Einschlafen drängt.
9
Johnny Firecloud lebt in einem Indianerreservat. Er trotzt ständig den Erniedrigungen durch die Weißen. Als man seinen Vater lyncht und eine indianische Lehrerin brutal vergewaltigt kommt es zum Rachefeldzug gegen den "weißen Mann"... "Feuerwolke" ist ein vergessenes Juwel aus den 70er Jahren. Der Film prangert Unterdrückung und Menschenverachtung an, bietet diesem allerdings einzig die Selbstjustiz als Lösung. Der Film lebt von einer spannenden Story und einer sehr guten Kameraarbeit. Des weiteren wird das Bild von kräftigen Farben dominiert, welche zu einer hervorragenden Optik beitragen Feuerwolke zeigt: wie weit man gehen muss um einen Menschen zum Äußersten zu treiben.