Tony Denisio ist Zeuge gegen die kriminelle Massimo-Familie. Die Undercovercops Jack Valentine und Phil Kelly bewachen ihn. Unbekannte Killer stürmen Tonys Zimmer, Sie knallen ihn ab, lassen aber seine neueste Feundin Alma am Leben. Jack bekommt 14 Tage um die Killer zu finden - oder er verliert endgültig seinen Job. Jack kümmert sich zuerst um die rätselhafte Alma. Nach einem Mordanschlag und einer wilden Verfolgungsjagt haben Jack und Alma heißen Sex. Sie werden abgehört, und Jack muß seine Polizeimarke zurückgeben. In einem verzweifelten Rennen gegen die Zeit kämpft Jack Valentine für die Wahrheit um sein Leben.
Was sich laut Inhaltsangabe wie ein knallharter Sex & Crime Thriller anhört, entpuppt sich dann doch als ziemlich müdes Lüftchen, zumindest was den Crime Anteil betrifft. Der Sex Part dagegen wird ausgiebig bedient, mir fallen nicht viele Streifen, abseits einer französischen Liebesschnulze, ein bei denen es dermaßen viele Dreiecksbeziehungen und sinnlose Bettszenen gibt. Sowas sieht man(n) ja eigentlich immer gerne, aber wenn Mrs. Levermann zum achten mal ihre Öcken in die Kamera hält, schalten selbst die pubertierentsten Dreizehnjährigen zurück auf MTV.
Valentine´s Day muß sich ebenfalls den Vorwurf gefallen lassen, reichlich dialoglastig zu sein. Actionszenen sind rar gesät, eigentlich sinds nur drei kurze, vielleicht zweiminütige, Passagen, in denen man einen groben Actionfaktor erkennen kann, der Rest des Films besteht aus labern und kopulieren.
Das wirkt auf die Dauer etwas ermüdend. Die besten Teile sind eigentlich diejenigen, in denen die Mafia mitwirkt, sei es der Shootout im Gewächshaus, oder die Reibereien innerhalb der Familie, leider haben die Mafiosi insgesamt aber zuwenig Screentime um the Protector (so heißt er jedenfalls auf meiner DVD) wenigstens in den soliden Durchschnittsbereich zu hieven. Auch den finalen Schlußtwist können Thrillerveteranen spätestens nach 30 Minuten vorhersagen.
Im Darstellerbereich konnte eine Sammlung an soliden Akteuren gewonnen werden. Diese agieren routiniert, aber man hat den Eindruck das jeder weiß, das der Film keinen Oscar einbringen wird. Mario van Peebles läuft ständig mit einem Hundeblick durchs Bild. Randy Quaid erledigt seinen Job souverän, Rae Dawn Chong und Ben Gazarra haben schlichtweg keine Gelegenheiten, The Protector einen Stempel aufdrücken zu können.
So versinkt dieser Cop Thriller im großen Meer der Müdigkeit ohne groß Highlights setzen zu können. Schade um die ungenutzten Möglichkeiten die mit diesem sehr guten Cast drin gewesen wären.
3/10