Im Winter 1989 toben auf Rumäniens Straßen Kämpfe zwischen regierungstreuen und revolutionären Verbänden. Mittendrin im Getümmel soll der als amerikanischer Pressevertreter getarnte US-Spion Morgan eine Liste mit Agenten finden. Zudem soll er einen kriminellen General samt Ceaucescus kostbarem Juwelenkoffer von Bukarest nach Ungarn entführen. Zwar gelingt es Morgan die Liste, den General und den Koffer ausfindig zu machen, doch auf der Flucht läuft der Plan aus dem Ruder.
Ich weiß ja nicht wer die 9 Leute waren, die vor mir den Film bewertet haben, aber die müssen offensichtlich Arbeitnehmer des WGF Labels gewesen sein. Anders ist die Wertung von 7.44 Punkten nicht erklärbar (nachdem auch Asylum Days von der vier Filme auf einer Scheibe galaktische 6.95 Punkte absahnte), die IMDB kommt mit ihren 4.1 der Sache schon deutlich näher, denn Cry of Remption ist bestenfalls ein B-Movie, billig in Rumänien runtergekurbelt, mit einem Helden der den übelsten Pornoschnauzer seit Magnum spazieren trägt.
Immerhin spielt die Szenerie auch wirklich in Rumänien zu Zeiten des Endes des Warschauer Pakts und kurz vor der Erschießung des verhassten Präsidenten Ceaucescu und seiner Frau, was dann gegen Finale auch authentisch reproduziert wurde. Vom angeblichen Bürgerkrieg ist allerdings recht wenig zu sehen. Den Machern gelang es aber immerhin das rumänische Verteidigungsministerium zur Mitarbeit zu bewegen, denn die Militärs präsentieren stolz, was sie alles in den diversen Waffengattungen so in der Garage stehen haben, an Originalfahrzeugen und jede Menger Footage herrscht jedenfalls kein Mangel.
Dumm nur, wenn das Script eine solche Steilvorlage nicht in ein Tor umwandeln kann, denn so wirklich aus dem Quark kommt die Story nie. Viel mehr als die beiden US-Agenten sich von einer Prügelei zur nächsten hangeln wird kaum geboten und auch die von mir so geliebten Sätze wie "lassen sie mich durch, amerikanische Presse" lassen die Beliebtheit nicht gerade steigern. Vielmehr begeistert die Action durch schwache Kampfchoreographie und wahllosen Shootouts durch die sich unsere beiden Buddy-Protagonisten samt Agentenliste Juwelenkoffer und einem General im Gepäck auf ihrer Flucht gen Westen durch die dünne Handlung winden.
Die beiden haben dabei auch durchaus den einen oder anderen spaßigen Spruch auf Lager, so daß es nie wirklich langweilig wird, auch wenn der Thrill des Thrillers eher schwach ausfällt. Mager auch die Leistungen der Darsteller. Bis auf Kathleen Kinmont kennt man eh keine der Nasen und nach Begutachtung ihrer Leistungen kann das gern auch so bleiben. Mehr als knappe vier Punkte sind da nicht drin.
3,5/10