Review

Die zweite Fortsetzung zu Jack Arnolds Klassiker „Schrecken vom Amazonas“, - nur führte dieser beim letzten Teil um den Kiemenmann nicht mehr Regie, was man dem Streifen in mehrerlei Hinsicht anmerkt:

Die Geschichte wiederholt sich zu sehr, als dass sie noch ein drittes Mal fesseln könnte.



Wieder befindet sich ein Expeditionsteam zu Wasser (bei den Everglades), um die legendäre Bestie, halb Säugetier, halb Fisch zu fangen. Dr. Barton beabsichtigt gar, die Kreatur zu klonen, also fängt man es ein und untersucht es und tatsächlich wird das einstige Ungetüm ruhiger, bis es sich einer Gefahr ausgesetzt sieht…



Leider geschieht hier rein gar nichts, was die Vorgänger nicht bereits treffender auf den Punkt gebracht hätten. Zwar sind einige Tauchsequenzen ganz nett anzusehen und auch musikalisch hübsch untermalt, doch ansonsten herrscht arger Bewegungsmangel und vor allem fehlt es an spannenden Momenten, denn nachdem die Kreatur eingefangen wird, ereignet sich auf dieser Ebene bis zum Showdown rein gar nichts.



Stattdessen sülzt man sich mit moralgetränkten Philosophien zu, die Frau des leitenden Arztes sorgt für Eifersüchteleien und einen ungehobelten, aufdringlichen Lump und leidlich spannend wird es erst, als es zur direkten Konfrontation des Teams und der Bestie im Wasser kommt. Wobei das Vieh unglücklicherweise mit Benzin übergossen und angezündet wird, wonach es die Schuppen und die Funktion der Kiemen verliert.

Als man es dann auch noch in menschliche Kleidung steckt, ist es mit dem einstigen Schrecken und der Faszination des Unergründeten gänzlich dahin.



Nur Teile des Scores erinnern noch an Jack Arnolds Vorgänger, selbst auf darstellerischer Ebene hat man es eher mit austauschbaren Gesichtern zu tun, die zu keiner Zeit das dialoglastige Geschehen tragen können, denn da wird doch reichlich analysiert und gefachsimpelt, bevor die Kreatur gegen Ende noch für ein paar Minuten etwas randaliert.

Weder die austauschbaren Kulissen, noch die Maske des Ungeheuers können da entgegenwirken, zumal der Kreis der mitwirkenden Figuren doch arg überschaubar bleibt.



Letztendlich zeigt der etwas abrupt gesetzte Ausgang nur, dass sich das Potential um den Kiemenmann bereits erschöpft hatte und dass diese Fortsetzung im Grunde völlig unnötig ist.

Aufgrund der kurzen Laufzeit kein direkter Langweiler, aber beileibe nicht ansatzweise so unterhaltsam wie die Vorgänger.

Kann man allenfalls der Vollständigkeit halber mitnehmen, jedoch eher für Nebenher und mit halber Aufmerksamkeit…

4 von 10

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