Review

Zur gleichen Zeit gedreht, kam 1972 neben dem Paten noch ein weiterer Spitzen-Gangsterfilm raus, der aber leider nicht die große Beachtung fand. Natürlich kommt man nicht an den Paten heran, aber ich zähle "Prime Cut" mit zu den besten Streifen des Genres.

Er ist aussergewöhnlich. Denn er spielt nicht etwa wie die meisten Vertreter in Gangster-Metropolen wie New York oder Chicago, sondern größtenteils im amerikanischen Hinterland. Denn auch dort gibt es böse Jungs und die haben es in sich! Man residiert wie böse Cowboys auf einer Farm. Prostituierte werden wie Vieh auf einem Fleischmarkt gehandelt. Und wer erledigt werden muss, der kommt schon mal unter einen Mähdrescher oder endet in der Fleischverarbeitung dann als Bratwurst. Und mittendrin stets in schwarzem Anzug Lee Marvin. Einen besseren Gangster kann es kaum geben, wie er ja schon ein paar Jahre zuvor in Point Blank bewiesen hatte. Und auch hier ist er einer hartgesottenen Typen, der im Auftrag eines Kartells bei den Hinterwäldler-Gangstern nach dem Rechten schauen soll und sein blaues Wunder erlebt. Der Film ist ungewöhnlich hart, stark gefilmt mit einigen unvergeßlichen Szenen (Mähdrescher-Szene!) und trotz banaler Handlung sehr spannend.

Auf jeden Fall mal was anderes und eine gelungene Abwechslung zum typischen Mafia-Film.


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