Pünktlich zum hundertsten Jahrestag der historischen Jack the Ripper-Morde geht in Los Angeles ein Nachahmungstäter unter den Prostituierten der Stadt um, der die damaligen Taten bis ins Detail kopiert... und selbst, nachdem bereits vier tote Frauen zu beklagen sind, steht die Polizei mit ihren Ermittlungen immer noch auf verlorenem Posten, denn der Killer hinterlässt keine brauchbaren Spuren. Am Abend des anstehenden fünften Mordes entdeckt der Medizinstudent John Westford die Leiche des jüngsten Opfers, stolpert dabei am Tatort allerdings auch über seinen Kollegen Jack Pendler. Dieser beteuert zwar, die Frau nicht ermordet zu haben, tötet John aber dennoch um seinen Hals zu retten und täuscht im Anschluss dessen Selbstmord vor. Für die Polizei ist jener damit der Täter und der Fall endlich erledigt... lediglich Johns weniger ambitionierter und nichtsnutzigerer Zwillingsbruder Richard ist skeptisch, was dessen Schuld anbelangt und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Unterstützung erfährt er dabei von Johns Freundin und Mitarbeiterin Chris. Gemeinsam kommen die beiden irgendwann nicht nur Pender auf die Schlichte, sondern auch dem eigentlichen Prostituierten-Mörder, welcher bislang ja nicht gefasst wurde... und natürlich bringen Richard und Chris sich dadurch auch selbst in höchste Gefahr... Wer sich beim Blick auf den deutschen Titel (nicht, dass "Jack's Back" wirklich mehr hermachen würde!) einen zünftigen Reißer erhofft hat, der dürfte sich von "The Ripper - Der Killer kommt aus dem Dunkeln..." im Nachhinein doch arg enttäuscht gesehen haben, denn trotz des inhaltlichen Aufhängers rund um die "realen" Ripper-Morde hat man es hier nicht mit einem "echten" Serienkiller-Thriller, sondern bestenfalls noch mit einem lauen Krimi zu tun, der einem die Red Herrings nur so um die Ohren haut... und dessen größtes Manko der Umstand ist, dass die Ripper-Style-Mordserie da direkt zu Beginn schon so gut wie gegessen ist. Das, was der Streifen da im Anschluss noch an eigentlicher Handlung parat hält, fesselt einen dann aber leider längst nicht so, wie sich sein Macher das wohl erhofft haben mag: Rowdy Herrington erweist sich dabei in seiner Doppelfunktion als Regisseur und Drehbuchautor nämlich als gleichermaßen unfähig, denn die Inszenierung im "moody" 80s-Stil kommt einerseits ziemlich schaumgebremst daher, während sich die eigentliche Geschichte aufgrund des verwirrenden Gedönses mit den Zwillingen unnötig kompliziert anlässt... was alles in allem betrachtet leider dafür sorgt, dass die Spannung hier nur auf Sparflamme köchelt. Da hat der britische TV-Zweiteiler "Jack the Ripper - Das Ungeheuer von London" mit Michael Caine das 100jährige Jubiläum des berühmt-berüchtigten Serienmörders auf alle Fälle "stilvoller" gefeiert, als dieser doch recht schlappe B-Film, der sein Whodunit?-Ratespiel ziemlich uninteressant abspult und und bei dem da allenfalls noch der Auftritt des jungen James Spader in der Zwillings-Doppelrolle ein Augenmerk wert ist. Regelrecht bescheuert ist dann aber doch das Finale, bei dem der "Ripper" es unsinnigerweise ganz plötzlich auch noch auf die hübsche Cynthia Gibb abgesehen hat, owohl er mit seinen Copycat-Morden da doch eigentlich erfolgreich davongekommen ist... aber derartige erzählerische Volten kennt man ja auch von Herringtons nachfolgenden Genre-Streifen "Tödliche Nähe" und "A Murder of Crows - Diabolische Versuchung", die ebenfalls kein Ausbund an Logik waren, scheint wohl ein Markenzeichen von dem zu sein. Kurzum, "The Ripper - Der Killer kommt aus dem Dunkeln..." konnte damals schon nicht wirklich was reißen und ist heutzutage alles in allem betrachtet immer noch gänzlich unbedeutend. Das Netteste an dem Streifen sind da tatsächlich noch solche bekannten Gesichter wie Robert Picardo (als Psychiater mit Mutter-Fixierung!) und Chris Mulkey (in einem überflüssigen Bit-Part als Cop), die hier die Riege der Verdächtigen auffüllen...
4/10