Review

Nachdem "Subway" vor vielen Jahren einer meiner absoluten Lieblingsfilme war, war meine Freude recht groß als ich endlich die dt. DVD des heißgeliebten und lange vermissten Streifens in Händen hielt.

Überraschenderweise war sogar eine DTS-Version auf der DVD. Extras natürlich gegen Null tendierend, aber das kennt man ja schon bei etwas älteren Filmen, die auf DVD veröffentlicht werden.

Die Story ist recht schnell erzählt. Fred (Christopher Lambert), eine Art Punk, klaut bei Helena (Isabelle Adjani) irgendwelche Papiere. Daraufhin wird er von der Privatarmee ihres Mannes bis in die Pariser Metro verfolgt wo er sich daraufhin versteckt und versucht immer wieder mit ihr Kontakt aufzunehmen. Im Mikrokosmos der Metro trifft Fred auf allerlei seltsamen Typen wie den Rollschuhfahrer, Batman und Robin, einen Kommissar der U-Bahn-Polizei, Big Jim, einen namenlosen Schlagzeuger (Jean Reno) und andere, während er und Helena sich näher kommen. Näher auf die Handlung einzugehen ist wahrscheinlich sinnlos, da zuviel verraten werden würde.
Aber soviel sei gesagt, daß das am Anfang erwähnte Zitat aus einem Song von Frank Sinatra die ganze Handlung und den Sinn des Filmes treffend beschreibt.

Darstellerisch kann man "Subway" nichts negatives nachweisen. Christoper Lambert liefert eine, wenn auch gewöhnungsbedürftige, gute Leistung ab. Isabelle Adjani paßt sich der Handlung und der Rolle ebenfalls gut an. Hervorzuheben sind allerdings die Darsteller abseits der Hauptrollen wie Richard Bohringer als Blumenverkäufer und natürlich Michel Galabru als Kommissar. Diese Nebenfiguren, wie auch Jean Reno als Drummer machen den Kohl erst richtig fett, will sagen machen den Film erst richtig gut.

Diese Nebendarsteller und die Atmosphäre in der U-Bahn sind dann auch die absoluten Highlights des Filmes. Auch wenn die Hauptstory inzwischen (für mich zumindest) ihren Glanz verloren hat, so rechtfertigt dieses "Beiwerk" das Ansehen auch nach inzischen 20 Jahren noch.

Übrigens ist Luc Besson`s Haus- und Hofkomponist Eric Serra, der u.a. den genialen Soundtrack zu "Le Grand Bleu" schuf, hier als Bassist in Freds Band zu bewunden.

Fazit: Für alle die den Film noch nicht kennen ein absoluter Pflichtstreifen, auch wenn er für mich inzwischen viel von seiner damaligen Magie eingebüßt hat.

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