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Der Weihnachtself ist fest mit dem Santa Claus-Mythos verbunden. Egal welche Geschichte man sich mit Santa auch anschaut, und auch egal in welchem Medium, der am Nordpol wohnende Santa Claus hat immer seine Elfen um sich, die die Geschenke bauen und ihm bei der Filterung der Artig-Unartig-Liste helfen. Harry Connick Jr. hat dazu sogar eines Tages mal einen Song namens "The Happy Elf" geschrieben. Und heutzutage, wo selbst Entertainment-Park-Attraktionen ihre Verfilmungen kriegen, dürfte es kaum einen wundern, dass nun selbst Lieder verfilmt werden, vorzüglich mit Unterstützung des Sängers persönlich. So geschehen beim DtV-Shortie "The Happy Elf", der sogar ganz putzige Unterhaltung für die Kleinen zu bieten hat.

"The Happy Elf" erzählt von Eubie, einem der wohl glücklichsten Elfen überhaupt, der mit seiner überschwänglichen Fröhlichkeit nicht wenigen seiner Kollegen auf die Nerven geht. Als er eines Tages in die Artig-Unartig-Abteilung versetzt wird entdeckt er dort eine Stadt, in der anscheinend kein Kind lieb ist und er macht sich daraufhin auf die Spur, die Gründe dafür zu erkunden und die Stadt in Weihnachtsfreude zu versetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan... Ein Elf der eine traurige Stadt in eine Fröhliche verwandeln will, nun das klingt nicht wirklich nach sonderlich viel Stoff für einen abendfüllenden Film, doch bei einer Laufzeit von gerade einmal 43 Minuten sieht die Sache schon ganz anders aus. Und so strotzt "Der glückliche Elf" doch mit allerhand netten Ideen und Fantasien, die vor allem kleinen Kindern Freude machen dürften, aber auch bei den größeren durchaus für Wohlgefallen sorgen können.

Und dafür sind letztendlich vor allem die Gags schuld, die sich nicht immer nur an Kleinkinder wenden, auch wenn sie größtenteils ebenfalls darüber lachen dürften, wenn Eubie zum Beispiel einer älteren Dame schöne Augen macht und diese ihm kurzerhand mit einem Mülleimer verdrischt. Oder als Eubie von seinen Elfenkollegen festgenommen wird und diese selbst vor einem Elektroschocker nicht zurückschrecken (auch wenn dieser Gag schon ziemlich knapp die Grenze der Familienfreundlichkeit streift). Das Gagpotenzial ist jedenfalls durchaus Familientauglich, auch wenn die Kleineren natürlich unterm Strich dennoch wesentlich mehr Spaß an dem bunten Treiben haben dürften, als ihre Eltern.

Aber nicht nur die Gags machen Laune, auch die Musikuntermalung ist gelungen. Harry Connick Jr. steuert hier nämlich nicht nur seinen jazzigen Elfensong mit bei, sondern hat auch die übrigen Lieder zum Film geschrieben, die allesamt ebenfalls schön schmissig und clever komponiert in Szene gesetzt wurden und somit einigen Spaß machen. Dazu dann noch eine recht liebenswerte Arbeit aus der Animationsabeteilung, die sich zwar in keinster Weise mit großen Produkten messen kann, aber für eine kleine DtV-Produktion doch soweit in Ordnung geht.

Abschließend dann noch die Synchronisation, die sowohl im Deutschen als auch im Original überzeugen kann. Auch wenn man hier verzichtet hat, auf irgendwelche großen Namen zu setzen, sieht man einmal von Harry Connick Jr. ab, so leisten alle Sprecher doch solide und zufriedenstellende Arbeit ab und das ist natürlich das Wichtigste.

Fazit: Eine recht unterhaltsamer Weihnachts-Shortie, der vor allem bei der Generation der 4 - 12 Jährigen super ankommen dürfte, aber auch bei Größeren, aufgrund einiger knackiger Gags, hier und da punkten kann. Die Story ist soweit ganz nett, Animation und Sound gehen in Ordnung und auch die Synchronsprecher leisten rundum solide Arbeit. Kein wirklich großer Wurf und auch nichts für die Ewigkeit, doch wer seinen Kleinen zwischendurch mal etwas Gutes tun will, der macht mit diesem Filmchen hier sicher nicht viel falsch! Eigentlich der ideale Inhalt für den blankgeputzten Nikolausstiefel!

Wertung: 6,5/10 Punkte

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