Die Sklavinnen Jessemina und Bodicia werden in nördliche Gefilde des römischen Reiches in die Provinz Dorostorum verschleppt, wo der Präfekt Timarchus eigentlich in Caesars Auftrag die barbarischen Einheimischen zivilisieren soll... dieser ist jedoch mehr damit beschäftigt, sich an den blutigen Gladiatoren-Kämpfen zu ergötzen, die da in einer schnell hingedeichselten Holz-Arena veranstaltet werden. Als ihm die Männer ausgehen, beschließt er, die anwesenden Frauen von seinem Ober-Gladiator Septimus im Schwertkampf ausbilden zu lassen, damit sie zu seiner Erbauung bis zum Tod gegeneinander kämpfen. Jessemina und Bodicia haben irgendwann von dem Gehaue und Gesteche die Nase voll und starten einen Aufstand... Bevor er mit seinem Fantasy-Streifen "Wächter der Nacht - Nochnoy dozor" sein Ticket für Hollywood gelöst hat, hat Timur Bekmambetov für Roger Corman noch dieses Remake des 1974er-Exploitation-Hobels "The Arena" runtergekurbelt... nun in Sankt Petersburg statt Rom und mit den beiden Playmates Karen McDougal und Lisa Dergan in den Parts von Pam Grier und Margaret Markov. Nun ja, man konnte dem guten Roger auch im fortgeschrittenen Alter noch attestieren, eine Nase für Talent an den ungewöhnlichsten Orten gehabt zu haben, auch wenn man damals nach Ansicht von "The Arena - Schlacht um Rom" doch keinesfalls auf den Gedanken gekommen wäre, dass sein Macher tatsächlich für Größeres bestimmt ist: Bekmambetovs Farbfilter-gebeutelte Inszenierung ist nämlich sichtlich bemüht, mittels Close-Ups, Shaky-Cam und Quick-Cut-Eskapaden die - nicht nur monetäre - Beschränktheit der Produktion zu verschleiern und vergisst es darüber hinaus, ein paar sexy Action-Highlights für den zahlenden Zuschauer zu setzen, der sich da ob der beiden professionellen Nackedeis im Cast in dieser Hinsicht wohl etwas mehr erwartet haben dürfte. Okay, der 2001er-"The Arena" liefert gegenüber dem 1974er-Original durchaus mehr Gewalt und Blutvergießen, aber den Sex-Appeal von Grier und Markov verbreiten die Silikon-Tittenmäuse McDougal und Dergan beileibe nicht, sondern sind schon beschäftigt genug damit, irgendwie die Häßlichkeit der russischen Statisten auszugleichen, die da ans Set gekarrt wurden. Um historische Akkuratesse ging es bei diesem offensichtlichen Cash-In-Versuch bei Ridley Scotts Hollywood-Hit "Gladiator" natürlich keinesfalls und dass da auf die Details generell nicht allzu genau geachtet wurde, merkt man alleine schon daran, dass das blonde Playboy-Häschen manchmal ein fettes Tattoo über der linken Brust hat und manchmal nicht... nun ja. So ist im Endeffekt alles an "The Arena - Schlacht um Rom" ziemlich scheisse geworden und man fragt sich wirklich, wie zum Geier es passieren konnte, dass Exploitation-Experte Roger Corman diesen simplen Stoff, der ja eigentlich ein totaler Selbstläufer sein sollte, beim zweiten Versuch noch wesentlich härter versemmelt hat als damals beim eh schon nicht besonders tollen Original. Fazit: Sowohl als Softsexer wie auch als Gladiatoren-Klopper volle Kanne für'n Arsch!
2/10