Review
von Leimbacher-Mario
Spartapuss
In dieser sleazigen, aber nie zu billigen, weiblichen „Spartacus“-Variante für die Taschenbillardprofis der Bahnhofskinos, werden aus weiten Teilen des römischen Reiches attraktive Sklavinnen und Gladiatorinnen in ein Kolosseum gesteckt um unter gierigen Gaffern auszufechten, wer die Stärkste im Imperium ist. Und sich im Endeffekt den Weg in die Freiheit zu bahnen!
„The Arena“, mitten aus den groovy 70s, vereint ein wenig nackige „Woman In Prison“-Gefilde mit dem klassischen Sandalenfilm. In kostengünstig und recht unepisch. Antik und ranzig. Die Figuren sind Klischees, eine Geschichte ist nur in Umrissen erkennbar, die Fights wirken meist eher zeitlupig und mit Sexismus muss/will man zu der Zeit natürlich obendrauf noch deutlich leben - und dennoch hat dieses seichte Arenaabenteuer einige schlagende Argumente auf seiner Seite. Und dabei rede ich nicht nur von Pam und ihren zwei Griers. Okay, auch. Aber nicht nur. Auch die anderen Damen sind zeigefreudig und gut zum Auge. Bei der simplen Ausbruchsstory kann man gut abschalten. Das sandige Ding nimmt sich nie zu ernst, setzt aber auch nie ein fieses Augenzwinkern auf. Man hat einfach selbstbewusst Spaß bei der Sache gehabt - und die überträgt sich zumindest bis zu einem gewissen Level auch auf uns Zuschauer. Erst recht bei nur 80 flotten Minuten.
Fazit: attraktiver kommt Sandalenkino kaum! Dreist und drollig, (not)geil und griffig, nackt und nicht nüchtern (zu genießen). „The Arena“ ist spitz wie Nachbars Lumpi. Und doch erstaunlich unspektakulär im Ganzen. Vielleicht deswegen eher unbekannt.