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Dieser "Film" entstand in den frühen Siebzigern. Sylvester Stallone spielt Randy, einen jungen Mann, der nach einjähriger Abwesenheit nach New York zu seiner ehemaligen Freundin zurückkehrt. In Vietnam war er mit einer Gruppe von Mädchenschmugglern zusammen, die er um eine ganze Menge Geld geprellt hat und außerdem einige der Girls laufen ließ. Dies nahmen sie ihm verständlicherweise krumm, so daß sein bester Freund damit beauftragt wird, Randy zu suchen und zurückzubringen, damit man ihm die Hammelbeine lang ziehen kann. Dem Freund gelingt dies natürlich nicht, so daß er nun selbst die Methoden der ehrenwerten Herren zu spüren bekommt. Und während Randy sich in New York vergnügt schlägt er zurück...

Eine Sprecherin aus dem Off unterrichtet uns darüber, daß Stallone für diesen, in den Anfangstagen seiner Karriere gedrehten Film, eine Gage von 200 Dollar bekommen hätte. Viel geändert hat sich seitdem für den guten Sly nicht; denn damals wie heute dürfte seine Gage gut ein Drittel des Budgets ausgemacht haben. Dieser Steifen ist ein Antifilm, wie er im Buche steht: Die zwei Handlungsstränge passen überhaupt nicht zueinander; die Gangsterstory in Vietnam hätte auch sonstwo angesiedelt werden können, da das Ganze Kammerspielartig nur in einem Haus und in einem Hotelzimmer spielt, die Szenen in New York sind nichts weiter als Softpornoversuche der ultralangweiligen Art. Daß die beiden Stränge in Verbindung stehen wird nur durch die Dialoge deutlich, in denen der Freund unzählige Male aufgefordert wird, Randy zu finden. Die Schauspieler (Stallone eingeschlossen) chargieren dermaßen laienhaft und emotionslos (auch und gerade in den Pornoszenen), daß das Zusehen zur absoluten Qual wird. Vollkommen zusammenhangslos werden dann Szenen, die wohl Flashbacks von Randy darstellen sollen, mit Kämpfen aus dem Vietnamkrieg dazwischengeschnitten. Das einzig interessante an RÜCKKEHR AUS VIETNAM ist dann auch die Frage, aus welchem anderen Film diese Sequenzen geklaut wurden, denn sie sind, im Gegensatz zum Rest des Steifens, mit Breitwandbalken versehen, so daß auch dem letzten Volltrunkenen auffallen muß, daß sie woanders herstammen.

Jedes weitere Wort ist so überflüssig, wie der Film selbst - Ein Kultfilm für Masochisten.

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