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3

Finstere Schwarzweißbilder und dazu hämmernde Industrial-Punk-Mucke: Dieser Experimentalfilm kommt einem vor wie ein überlanger Videoclip einer Undergroundmusikband, sagen wir mal Skinny Puppy. Die österreichischen Dialoge dazu sind teilweise akustisch kaum zu verstehen. Vergleichbar mit einem dieser hypermodernen Bühnenstücke im Theater wird hier eine aggressive Sexualität offen ausgelebt, um den Betrachter zu schocken. Zudem werden immer wieder Selbstverstümmelung und -zerstörung aufgegriffen, was thematisch zum pessimistischen Weltbild diverser Subkulturen passen würde, die ihr Dasein teilweise in heruntergekommenen Nachtclubs und Hinterhöfen fristen. Das durch gelegentliche Texteinblendungen notdürftig zusammengenähte Flickenwerk ist absolut nihilistisch und bietet einem desdhalb wenig bis gar nichts.

8

Eine 15 jährige sieht während eines Rockkonzertes sexuelle Perversionen. Seitdem ist sie traumatisiert und wird von Alpträumen, bestehend aus Sex und Gewalt geplagt. Diese Fantasien bekommt man in dem Film zu sehen. Die Bilder sind in schwarz/weiß gehalten, der Inhalt des Films ist recht konfus, eben wie ein Traum. Man bekommt einige Hardcoreszenen und verblüffent viel Gewalt zu sehen. Einen Splatterfilm sollte man dennoch nicht erwarten, denn mehr als ein paar Schnittwunden und eine Kastration sieht man nicht. Doch die Kombination von Sex und Gewalt wirkt mit der dreckigen Optik und dem Rock/Synthie/ Noise? - Score schon ziemlich derb. Die Atmosphäre erinnert mich teilweise an die früheren Filme von Richard Kern. Wer außergewöhnliche Underground Filme interessant findet wird diesen Film sehen müssen: Mischung aus  Horror/Sex/Exploitation/Trash und Experimentalfilm aber definitiev keine billige Pseudokunst!

8

Der Film visualisiert die erotischen Alpträume eines Mädchens, das nach einem schlimmen Erlebnis hinter jeder Tür Sex und Gewalt sieht. Fast unbewegten Gesichts geht Jessica F. Manera durch ihre nach außen gestülpte groteske Innenwelt. Rasiermesser schneiden durch Oberkörper, Kehlen, Schwänze. Das ist Horror und Pornographie pur und in seiner Übersteigerung der Schrecken fast auch schon wieder komisch in aller Düsternis der körnigen Schwarzweißbilder. Es ist keine gelöste, sondern eine übermütig-depressive Heiterkeit, eine schrill-anarchische Orgie aus Rockmusik, Sex- und Gewaltphantasien. ? Ein ansehenswerter Underground-Film.

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