Steven Seagal als Einmannarmee gegen einen skrupellosen, Umwelt verseuchenden Konzern - das hätte eigentlich was werden können. Allerdings kauft man dem im privaten Leben oft dubiose, ultrakonservative Äußerungen von sich gebenden Aikido-Klotz den Öko-Rächer kaum ab, noch wesentlich weniger als etwa einem Chuck Norris in FOREST WARRIOR. Es ist gewohnt absurd, dass keinem Gegner auch nur der geringste Treffer gegen Seagal vergönnt ist, während z.B. Actionkollegen wie Sly, Arnie oder Willis sich nicht zu schade dafür sind, auch mal (gehörig) einzustecken. Im Gegensatz zu den ersten paar Movie-Kloppern vom kantigen Schwarzgürtelträger fällt FIRE DOWN BELOW erstaunlich unblutig, fast "familienfreundlich" und Seifenoper-orientiert aus. Gerade letzterer Aspekt sorgt dafür, dass tempomäßig ganz gewaltig auf die Bremse getreten wird. Nicht das ruppige, rüde Feuerwerk, das sich Fans wünschen.