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Na, da bin ich aber froh, dass ich mit dem Quersitzer (kleinere Version des Gabelstaplers) im Postfrachtzentrum noch nicht für Splatter gesorgt habe.
Denn Fahrzeuge, die für die innerbetriebliche Logistik eingesetzt werden, scheinen mitunter gewisse Gefahren für die Mitarbeiter darzustellen, was „Staplerfahrer Klaus“ auf eine eindrucksvoll humorige Art beweist.

Klaus hat soeben seinen Staplerschein erhalten und geht seinen ersten Arbeitstag in der Halle irgendeines Logistikunternehmens frohen Mutes an. Doch wenn man wesentliche Vorschriften missachtet, kann es leicht zu Unfällen kommen…

Was zunächst noch als ernsthafter Lehrfilm anmutet, entwickelt sich schnell zu einem gut inszenierten Splatterstreifen. Mit Egon Hoegen ist die Stimme für den seriösen Kommentar erstklassig gewählt worden, denn die etwas älteren Zuschauer kennen seine markante Art noch aus der Reihe „Der 7.Sinn“, in der er Ratschläge zur sicheren Teilnahme im Straßenverkehr gab.
Immerhin ist die knapp zehnminütige Splatterorgie auch ein wenig lehrreich, was durch simple Zeichentrickanimation fachgemäß erläutert wird.

Ansonsten wird ordentlich verunfallt: Körperteilung, Messer im Kopp, Arm abtrennen…all das wurde recht professionell in Szene gesetzt, kleine Kameraschwenks, Close-Ups und ordentliches Make-up, - das dürfte jeden Gorehound erfreuen. Zudem bieten die dumm dreinblickenden Gesichter der Laiendarsteller einen weiteren Anlass zur Freude und Hörspielfreunden dürfte Douglas Welbat als Sprecher von „Macabros“ durchaus ein Begriff sein.
Einziger Kritikpunkt ist die kurze Laufzeit, denn es hätte ruhig noch etwas länger belehrt werden dürfen.

Netter, kleiner Spaß, dieser Kurzfilm aus Deutschland. Es gibt leider viel zu wenig dieser Art.
9 von 10 Punkten

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