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Als Parodie auf diverse Lehrfilme und jene über Arbeitssicherheit im Speziellen hat „Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag“ Kultstatus. Denn beginnt der von Stefan Prehn und Jörg Wagner inszenierte Kurzfilm noch standesgemäß, steigert sich das knapp zehnminütige Werk im Fortgang zu einem kleinen schwarzhumorigen Splatterfest.
Vom Erhalt der Fahrerlaubnis geht es für Klaus zur ersten Fahrt über das Werksgelände und natürlich gibt es hier und da etwas zu beachten. Und nebenso atürlich wird hier rigoros gegen die Sicherheitsanweisungen verstoßen, was diverse Unfälle zur Folge hat.

Wo in den lehrreichen Filmchen nur angedeutet oder hingewiesen wird, geht es hier in die Vollen. In sich steigernder Intensität bebildert der Kurzfilm die Folgen der Fahrlässigkeit, kombiniert dabei Klamauk mit Splattereinlagen und spart nicht mit Kunstblut. Dies aber immer auf einer vom gebotenen Ernst befreiten Ebene, sodass sich hier niemand geschockt fühlen muss. Obendrauf gibt es noch die Stimme von Egon Hoeben, den die älteren Semester noch aus „Der 7. Sinn“ kennen. Das ist dann die Kirsche auf der Sahne und verleiht dem Werk eine nicht angebrachte Seriosität, was im Verbund mit dem Gezeigten ausgezeichnet funktioniert.

„Man hat ja schließlich keine zwei linken Hände.“

Kultiger Kurzfilm. Wenig lehrreich, aber schwer unterhaltsam. In seiner Machart wie ein typischer Lehrfilm beginnend, driftet er bis zur Fahrt in den Sonnenunterhang in eine effektvolle Splatterei ab, die durchweg humoristisch präsentiert wird. Zig mal gesehen, immer wieder spaßig.

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