mmmh...vor einigen Monaten war bei uns in der Nähe eine Star-Trek Konvention...wir haben uns in einer nicht mehr ganz zurechnungsfähigen Laune dazu entschlossen, uns die Gattung Trekki mal näher zu betrachten...wir haben's dann doch nicht geschafft ( Gott sei Dank )...haben aber doch zufällig ein paar Fans getroffen...und es ist schon bezeichnend, wenn selbst die sich weigern, über Enterprise zu sprechen, bzw. diese Serie nicht mal als existent anerkennen.
Um mir jetzt nicht den Zorn aller eingefleischten Trekkies zuzuziehen : Ich mochte Next Generation damals eigentlich ganz gern und die ersten 3-4 Staffeln von DS9 waren mit meine Lieblingsserie in jenen jugendlichen Tagen Ende der 90iger. Aber bereits Voyager brach mir das Genick ( bzw. der Serie ). Warum, kann man in meiner Review zu Voyager nachlesen, die ich vielleicht irgendwann mal schreiben werde ;-)
Enterprise ist eine konsequente Fortsetzung von Voyager : Letzteres hatte eine wirklich coole Grundidee, die ziemlich übel in den Sand gesetzt wurde. Enterprise hatte ein vielleicht noch interessantes Grundkonzept, dass wirklich bodenlosest verholzt wurde. Also auf gut Deutsch: der qualitative Abstieg, der in den letzten Staffeln DS9 angefangen hat, findet hier seinen "feierlichen" Höhepunkt.
Die Serie ähnelt in vielerlei Hinsicht anderen U.S. Serien der letzten Jahre. "Arische" ( bzw., damit mich niemand falsch versteht, irgendein Wort, daß das überhebliche Selbstverständnis der Amis wiedergibt ) Amerikaner, alle schlank, durchtrainiert, irgendwie gutaussehend, mit viel Wohlwollen intelligent und absolut austauschbar, marschieren durch den Weltenraum und moralisieren bzw. politisieren bis über die Schmerzgrenze hinaus. Mit der vorhandenen Züchtigkeit und auffällig, unauffäligen Konturlosigkeit der gesamten Szenerie ( sprich: Sexualität, Kontroversität ) fällt Enterprise, in puncto verklemmter Doppelmoral, noch hinter Star Trek Classic zurück.
Was die Folgen angeht, kann man die Inhalte zweiteilen: die eine Hälfte ist dumm, banal und absolut langweilig. Die übrig gebliebenen Folgen sind "nur" total abgedroschen. Die meisten wurden, gefühlsmäßig, 1 zu 1 aus Voyager übernommen, lediglich die Aliens heißen anders.
Desweitern wird die, stets erwähnte, "Oberste Direktive" der Sternenflotte zu jeder sich bietenden Gelegenheit mißachtet und, wie man es auch bis zum Erbrechen gewohnt ist, sämtliche Aliens sind böse, böse, böse. Außerdem werden natürlich wieder penetrant, aus Mangel an Phantasie, munter Parallelen zur Jetzt - zeit gebaut. ( Suliban vgl. Taliban )
Zugegeben: Meine Meinung ist nicht wirklich fundiert, da ich nur etwa 5 Folgen zufällg mal gesehen habe. Allerdings, das was ich gesehen habe, war schon beeindruckend schlecht. Vielleicht habe ich aber doch irgendeine verlorene gute Idee, oder Storyentwicklung nicht miterlebt. Für diesen Fall gebe ich mal ( großzügig wie ich bin ) 2 Punkte