Donald Quinelle wird per trainiertem Papagei von seinem Chef gefeuert und sprengt im Anschluss versehentlich im Tran eine Tankstelle in die Luft, deren Betreiber Sonny Paluso nun ebenfalls ohne Job dasteht. Kurze Zeit später verhindern die beiden zufällig einen Überfall auf ein Diner, wobei Donald sich eine Kugel fängt und Sonny in der Lage ist, dem Räuber die Skimaske vom Gesicht zu ziehen und einen Blick auf dessen Visage zu werfen. John Locke, der besagte Kriminelle, befürchtet nun, dass Sonny ihn identifizieren könnte, weswegen er nachts in dessen Haus einsteigt, um den unliebsamen Zeugen und dessen 16jährige Tochter Candace zu beseitigen. Glücklicherweise ist Donald wieder zur Stelle und kann Locke überwältigen und gemeinsam liefert man ihn bei der Polizei ab. Der Vorfall entpuppt sich jedoch als letzter Tropfen, der Donalds mentales Fass zum überlaufen bringt: Gänzlich paranoid und den völligen Zusammenbruch der Gesellschaft vor Augen deckt er sich mit großkalibrigen Knarren ein und bucht einen Kurs bei dem Geschäftsmann Wes, der ihn zusammen mit anderen Teilnehmern in der verschneiten Wildnis von Vermont zum Survival-Experten ausbilden soll... Trotz Robin Williams und Walter Matthau in den Hauptrollen ist "Die Überlebenskünstler" ein fast gänzlich in Vergessenheit geratenes Komödchen, welches nach seinem Schiffbruch am US-Boxoffice hierzulande nicht mal mehr in die Kinos gebracht wurde, sondern seine Deutschland-Premiere erst ein paar Jahre nach seiner Entstehung direkt auf Video erlebt hatte... und das auch nicht wirklich zu Unrecht, denn was da in seiner ursprünglichen Konzeption bestimmt noch Biss und zynischen Witz gehabt haben mag, nimmt sich in seiner finalen Form als fast schon zu harmloses Star-Vehikel für zwei große Comedy-Namen aus, die aber auf der Leinwand leider zu keinem Zeitpunkt wirklich miteinander harmonieren und in ihren gemeinsamen Szenen statt mit- eher gegeneinader anspielen. Einige satirische Anklänge gehen da mit fortschreitender Laufzeit - insbesonders in der blödelig synchronisierten deutschen Fassung - in recht banalem Klamauk unter, während die mäandernde Handlung gerade mal dazu taugt, das Framework für die Aneinanderreihung von Williams' überdreht-manischen Performance-Eskapaden abzugeben, welche von Matthau mit demselben ungläubigen Gesichtsausdruck quittiert werden, den auch der Zuschauer angesichts dessen, was sich da so auf dem Bildschirm abspielt, aufsetzen dürfte. Regisseur Michael Ritche ist das Ganze da merklich nicht so leicht von der Hand gegangen wie seine nachfolgenden und heutzutage immer noch sehr viel präsenteren (und wohlgelitteneren) 80er Jahre-Streifen "Fletch - Der Troublemaker" und "Auf der Suche nach dem goldenen Kind" und die Art und Weise, auf die ihm die Geschichte da zunehmend entgleist, lässt die Gewissheit aufkommen, dass er da schlicht der falsche Mann gewesen ist, um sowohl das Drehbuch als auch seine Darsteller zu händeln. Unterm Strich verbleiben da leider nur wenige gute Momente, aber dafür viele Fragezeichen angesichts eines filmischen Resultats, das die ursprünglichen Intentionen dahinter - wenn überhaupt - bestenfalls noch erahnen lässt... und es ist ja echt nicht so, dass durchgeknallte Survival-Heinis keine passende Zielscheibe für böshumorige Attacken wären, aber irgendwie hat man es doch geschafft, das anvisierte Ziel gänzlich zu verfehlen. So ist bei "Die Überlebenskünstler" allenfalls noch für ganz harte Fans der Beteiligten, die jeden Film mit Robin Williams oder Walter Matthau gesehen haben müssen, ein Blick drin, alle anderen verpassen aber wirklich nicht viel, wenn sie den hier auslassen. Schade drum...
5/10