Review

Badland hat mich letzenendes durch eine Vielzahl an gelungen Umsetzungspunkten überzeugt.
Ok, die Story ist schnell erzählt und "im Prinzip" schon bekannt.
Zur Story reicht es zu wissen, dass es um einen EX-Soldaten geht welcher zurück zuhaus mit psyschen Problemen kämpft..... hört sich tausendmal verwurstet an, mehr zu wissen beschneidet den Film nur in seiner Intensität.In dieser Form,hat man das Thema, aus diesem Blickwinkel betrachet, noch nicht gesehen.
Badland baut gleich zu Anfang eine subtile Atmosphäre auf,welche einen konsequent bis zum Schluss trägt.Das Gefühl von Trost- und Hilflosigkeit wird von der Kamera und den Einstellungen sehr gut transportiert. Der Film lässt keine Langatmigkeit in seinen 2,5 Stunden aufkommen.Die Figur des EX-Soldaten ist perfekt besetzt.Schauspiel auf sehr hohem Niveau und genau damit steht und fällt hier das Interesse. Man kann sich sehr gut in die Person hinversetzen und ist teilweise emotional zerissen.Da man sich zum einen distanziert, dennoch irgendwie versucht Verständis zu entwickeln und man sich oft an einen moralischen Grenzgang begibt.
Neben dem Hauptdarsteller gibt es noch eine weibliche Jungdarstellern,die ihre Sache sehr gut macht, mehr sei hier nicht erwähnt.
Bevor ich es vergesse, ist hiermit der Soundtrack gelobt,welcher nun wirklich die jeweiligen Stimmungmomente nicht nur unterstützt, sondern teilweise bestimmt. Also nicht nur schmukes Beiwerk.
Am besten hat mir an Badland die konsequente Inszierung gefallen, reduziert auf 2 Perspektiven, wobei die restlichen Figuren keinenfalls schablonenhaft wirken. Grandios empfand ich die letzen 15 Minuten, welche eindringlich Wirken und ohne Fingerzeig für sich stehen.Sehr fair gelöst, aus Sicht des Zuschauers, welcher durch seine emotionale Zerissenheit sich auf eine Seite schlagen kann oder gleich beide coexistieren lässt.
Ein bischen Abzug gibt es im Bereich Dialoge, welche temporär zu gewöhnlich/oberflächig wirken.
Bei einigen Personen hätte ich mir mehr Hintergrund gewünscht bzw nicht soviele Stereotypen mithinein gepackt.
Aber die oben aufgeführten Punkte machen dies fast komplett wet und man ist niemals geneigt sich an diesen Punkten den Film über aufzuhängen.

Fazit:
Ein interessanter Film, aus vielerei Hinsicht. Sehr gut gespielt, stark unterstützender Soundtrack und subtile Atmosphäre bindet den Zuschauer bis zum sehr gelungem Schluss.
Soviel kann man verraten, es handelt sich um keinem typischen Anti-Kriegs-Film und ist daher wirklich für jeden , nicht nur Genreinteressierten, uneingeschränkt zu empfehlen.Wer den Film nach den ersten 15 Minuten nicht ausmacht, wird vom Rest ganz sicher nicht enttäuscht.

sehr gute 7,5 von 10 Punkten

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