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Mad Kurt: Kloniversal Soldier


Russell als handverlesener Supersoldat seit seiner Kindheit, der in einer düsteren Zukunft nun von der nächsten Generation an militärischen „Züchtungen“ abgelöst werden soll. Jedoch gibt sich ein zum Kämpfen geborener Krieger natürlich nicht so einfach geschlagen...

„Mortal Kombat“, „Event Horizon“ und dann eben dieser „Soldier“ - das waren definitiv sehr solide B-Movie-Versprechen von Paul (W.S.) Anderson Ende, die er danach (vor allem mit der immer miserabler werdenden Resi-Reihe) leider nicht mehr halten oder einlösen konnte. Selbst wenn „AvP“, „Death Race“ oder zuletzt „Monster Hunter“ schon ihre Momente hatten. Zu seiner Höchstform in den 90ern ist er jedoch nie wieder gekommen. Warum erzähle ich das? Weil „Soldier“ ein wirklich stabiler Actionfilm war und ist, der cheesy und kantig sehr viel richtig macht und niedermäht. Russell hatte wohl nie weniger Text, Jason Scott Lee als mimikloser Next-Level-Supersoldat passt, die (oft handgemachten) Sets und Effekte sind erstaunlich hochwertig, es wird nicht an gorigen Reizen gegeizt. Im Grunde ein in den 80ern hängengebliebener Testosterontrümmerhaufen der sympathischeren Sorte. Wie ein Videospiel. Fast eine Parodie. Vielleicht eine Huldigung schon damals vergangener Tage. Eventuell auch einfach neben der Spur. Und dennoch irgendwie geil. Stumpf ist Trumpf. Wie eine Mischung aus „Star Trek“ in dumm und „Universal Soldier“ im All. Ein versöhnliches, fast süßes Schlussbild. Jawoll. Perfektes Abschaltkino. Und damit meine ich nicht den Knopf auf der Fernbedienung.

Fazit: 10 Jahre zu spät oder klasse Hommage? So oder so: damals war Anderson noch stark drauf und „Soldier“ ist ein beinharter Sci-Fi-Actioner und Männerfilm, der sich weder parfümiert noch gewaschen hat! 

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