Direkt vorweg. Dieser Film gehört auf jeden Fall zu den besten Filmen mit Kurt Russell. Das liegt besonders an seiner außergewöhnlichen darstellerischen Leistung, die auch ohne Worte auskommt. Denn obwohl er im ganzen Film höchstens 100 Worte sagt, läßt sich jede emotionale Regung seines Charakters an Kurts perfekter Mimik ausmachen. Dass er dafür nicht für den Oskar nominiert wurde (bzw. einen bekommen hat), ist doch etwas verwunderlich. Liegt wahrscheinlich daran, daß der Film ein Unterhaltungsfilm ist, in dem keine große Message steckt.
Nun zum Rest vom Film. Die Story ist nicht allzu umfassend, bleibt aber logisch. Auszusetzen gibt es hier nichts. Die restlichen Schauspieler geben ebenfalls eine gute Rolle ab, so daß Kurt nicht als einziger Lichtblick dasteht. Besonders haben mir Jason Isaacs (als kaltherziger General, der alles materialistisch betrachtet) und Gary Busey (als Captain, für den Soldaten auch Menschen sind) gefallen, die ja Rollentechnisch Gegensätze darstellen und sich regelmäßig zoffen.
Auch die Visuelle Umsetzung des Films ist nicht zu verachten. Die Locations im Film sehen sehr realistisch aus und auch die farbliche Gestaltung ist enorm gut gelungen. Doch das ist nichts im Vergleich zum Sound. Wenn Kurt Russell und Jason Scott Lee am Ende sich ihren Showdown liefern, fetzt es bei jedem Schlag vom Feinsten aus den Lautsprechern. Auch den Rest des Films über gibt es eine Super Soundkulisse, immer perfekt auf die momentane Situation abgestimmt.
Action gibt es natürlich auch, wenn mehr am Ende, dann aber Richtig. Vor allem sehr professionell inszeniert und auch von den SFX sehr gut.
Fazit: Soldier ist ein Film, den man sich problemlos mehr als einmal angucken kann, und der mehr zu bieten hat, als nur Effekte, sondern auch ein gutes drumherum. Sehr zu empfehlen.