Irgendwie war „Bestien lauern vor Caracas“ zu unausgewogen. Spielte die erste Hälfte noch auf dem maroden Schiff, hatte als Handlung mehrere undurchsichtige Personen inklusive unsympathischen Kapitän und (s)eine explosive Ladung mit sich, mit der sich alle Beteiligten rumärgern mussten, so ist der zweite Teil des Films naiv-charmanter „Monster Island“ Art, mit simplen Gummimonstern deren glimmernde Leuchtaugen und einfache Animationen eher zum schmunzeln denn gruseln anregen. Natürlich muss man sich immer das Entstehungsjahr vor Augen halten, dennoch können mich Harry Rayhausen Effekte mehr begeistern. Hier wirkt alles ein wenig dröge und zu selten in Szene gesetzt. Geschätzt etwas mehr als 1/3 beansprucht der „interessantere“ Teil, obwohl es durchaus nach 45 Minuten, also nach knapp der Hälfte etwas phantastischer wird. Trotz Killeralgen, einem wirklich netten Schiffsfriedhof und anderer netter Spielerei leidet der Film unter einer sich dynamischen Handlung dessen abruptres wie auch ohne wirklich imposante Höhepunkte stattfindendes endendes Finale ohne wirklich zu überzeugen aufstößt. Da nützt auch eine Hildegard Knef nicht, die auch nicht wirklich eine „schwebende“ Rolle hat, läuft sie aber zumindest nicht mit Eskimo-Latschen und Ballons am Körper durch das Algenmeer…