Bekannt geworden sind die Hammer Studios primär durch die zumeist atmosphärisch dicht inszenierten Varianten von Dracula. Einige Ausflüge in den Sci-Fi-Bereich gerieten demgegenüber ein wenig trashig, wozu auch vorliegender Abenteuer-Mix zählt.
Ein alter Frachter steuert mit einer Handvoll merkwürdiger Passagiere auf Caracas zu. An Bord befindet sich eine überaus empfindliche Fracht, die bei Kontakt mit Wasser explodiert. Als der Generator ausfällt und Wasser ins Schiff eindringt, flieht die Crew mit einem Rettungsboot, doch damit geht der eigentliche Schrecken erst los…
Rund eine Stunde lauern die Bestien vor Caracas, - völlig im Verborgenen und ohne böse Vorzeichen. Denn zunächst wähnt man sich in einem Abenteuerfilm, bei dem sich viel um den eigenwilligen Kapitän, die zwiespältigen Passagiere und den Umgang mit den sprichwörtlichen Pulverfässern dreht. Als ein Leck entsteht, kommt zumindest ein wenig Bewegung ins Spiel, atmosphärisch wird es indes erst, als die Überlebenden im Gebiet eines Schiffsfriedhofs stranden und feststellen, dass der hier vorherrschende Seetang wie eine aggressive Schlingpflanze agiert.
Prinzipiell ist es hilfreich, wenn den Figuren ein wenig Raum zur Entfaltung eingeräumt wird, nur leider findet sich hier kein Sympathieträger. Der rüde Kapitän eckt von vornherein bei jedem an, dazu gibt es den Säufer, die Liebestolle, eine vermeintliche Agentin und einen dubiosen Arzt. Eigentlich sollte Christopher Lee die Rolle des Kapitäns spielen, doch der war seinerzeit mit der Rückkehr von Dracula beschäftigt, so dass Eric Porter übernehmen musste und dabei deutlich überzeugender rüberkommt als Hildegard Knef in der weiblichen Hauptrolle. Der Rest performt weitgehend passabel.
Während die Gestaltung der Sets einigermaßen gelungen ist, steigt mit Einsatz der titelgebenden Monster der Trash-Faktor rapide an. Eine Art Tintenfisch besteht aus Pappmache, welches mit Fäden bewegt wird, während zwei Taschenlampen als Augen fungieren. Hinzu gesellen sich ein leidlich besser gestalteter Krebs und ein Hai, der jedoch nur aus einer Plastikflosse über Wasser besteht. Eine weitere Bedrohung geht von einer Inquisitoren-Sekte aus, mit deren Hinzutun es gen Ende reichlich unlogisch und unausgegoren wird, wogegen der Ausgang eher offen bleibt.
Zwar fällt der Bodycount relativ hoch aus, doch die wenigen Gewalteinlagen sind an einer Hand abzuzählen, was allerdings auch für die zaghaften Einschübe von Humor gilt.
Anstatt irgendwann das Tempo anzuziehen, nehmen einige unnötige Dialoge stets den Wind aus den Segeln, von denen ohnehin nur wenige gehisst sind.
Die teils bizarre Mischung unterhält immerhin einigermaßen und könnte Trashfreunden zusagen, die ohne große Schauwerte auskommen und über eine unausgegorene Story einigermaßen hinwegsehen können.
Knapp
6 von 10